Devops Camp Compact 2016

von Stefan Moises

Am 7. und 8. Oktober 2016 fand das diesjährige „Devops Camp Compact“ in Nürnberg statt. „Compact“ war allerdings relativ, zwar ist die Herbstausgabe des Barcamps nach wie vor auf einen Session-Tag konzentriert (im Frühjahr findet das Devops Camp jeweils zwei volle Tage statt), allerdings war die Zahl der Anmeldungen mit gut 100 Teilnehmern (und damit ausverkauft) diesmal ähnlich hoch wie beim „großen Bruder“ und auch Location, Ambiente und Qualität der Sessions waren wieder einmal aussergewöhnlich.

Los ging es am Freitag Abend in noch überschaubarem Teilnehmer-Kreis in den Räumlichkeiten der netlogix GmbH im Nürnberger Norden bei Pizza, kalten Getränken und viel Tech-Talk und Networking.

Samstags war dann Startschuss ab 9 Uhr, nach kurzer Anmeldung und Empfang des obligatorischen T-Shirts erst einmal mit üppigem Frühstück inklusive feinstem Kaffee vom eigens engagierten Barista los – sehr lecker! Da konnte bei der anschliessenden Session-Planung nicht mehr viel schiefgehen. Eine kurze Umfrage brachte zutage, dass relativ viele Devopscamp- bzw. Barcamp-Neulinge anwesend waren, ich denke die meisten davon wird man von nun an öfters auf Barcamps antreffen :)

Nach einer blitzschnellen, sozusagen kompakten Vorstellungsrunde ging es an die Session-Planung, die im Vorfeld eingereichten Vorschläge wurden von weiteren Spontan-Sessions ergänzt und so waren die über vier Räume verteilten Slots auch relativ schnell belegt.
Hier der Überblick über die Sessions: https://openspacer.org/60-devops-community/127-devops-camp-compact-2016/timetable/75

Pünktlich um 11 Uhr verteilten sich die Teilnehmer dann auf besagte Räume, für mich persönlich startete der Wissens-Teil des Tags mit der Session „Unifying DevOps Model“, einem sehr interessanten Ansatz, alle nötigen Bestandteile eines neuen „Deployment-Projektes“, von diversen Konfigurationen über Jenkins Jobdefinitionen bis hin zu verlinkter Dokumentation und Email-Versand mittels einfacher Groovy-Definitionen und -Templates automatisch zu generieren. Infos und Beispiel-Repositories gibt es auf Github.

Weiter ging es mit „Kubernetes – join the hype!“, einer knackigen Einführung in Installation und erste Verwendung von Kubernetes für die Container-Verwaltung – allerdings ist das vorgestellte „kubeadm“ Tool aktuell noch in der Beta-Phase und bisher nur für Ubuntu 16.04 und CentOS 7 verfügbar.

Nach einer Mittagspause mit Leckereien vom Grill, diversen Salaten und feinen Nachspeisen ging es ab 14 Uhr in die zweite Runde und ich durfte zusammen mit Stefan Peter „spr2“ Roos etwas zu „Continuous Integration mit Gitlab CI“ erzählen. Unser Fazit: nicht immer eine Alternative zu Jenkins und v.a. sinnvoll, wenn man eh Gitlab nutzt, aber sehr einfach mittels
einer „.gitlab-ci.yml“-Datei zu konfigurieren und mit diversen neuen Features in jedem neuen Release auf jeden Fall auf einem sehr guten Weg und für projektbezogenes Deployment unbedingt mindestens einen Blick wert!

Nebenbei bemerkt – die Teilnehmer hatten natürlich auch diesmal wieder die Qual der Wahl – bei vier gleichzeitigen Slots hat man eigentlich immer das Problem, dass mindestens zwei Sessions gleichzeitig stattfinden, die einen persönlich interessieren.
Ich entschied mich als nächstes für die Session „Docker Security“, die allerdings nichts wirklich neues bot … evtl. wäre „Laßt uns über Kommunikation & Organisation reden“ spannender gewesen … oder auch „NixOs“ … oder die aktuellen OwnCloud-News von Felix… :)

Da ich mich gerade speziell mit dem Vergleich Jenkins / Gitlab CI beschäftige klang für mich als nächstes die Session zum Thema „Jenkins Pipelines“ am spannendsten, wobei ich natürlich auch gerne in „Docker Webserver Infrastruktur“ von Kollege Tobias „Tabsl“ Merkl gegangen wäre… die Einführung in die Jenkins Pipelines war jedoch sehr informativ, die Slides dazu finden sich unter https://github.com/StephenKing/dvocc16-jenkins-pipeline.

Als Session-Abschluss gab es für mich nochmals etwas zum Thema „Docker“, diesmal ging es um eine Diskussion der aktuellen „Docker-Plattformen“ – mein Fazit dazu: aktuell ist der Markt sehr aktiv, schnelllebig und unübersichtlich, man hat die Wahl zwischen diversen „Meta“-Frameworks, z.B. Rancher, Kubernetes, Docker Cloud, Mesos, Marathon, DC/OS, Terraform, etc. etc. In der Diskussion ging es v.a. um DC/OS im Zusammenspiel mit Marathon und Chronos.

Vor dem Ausklang des Tages auf der Abend-Party gab es nach einer kleinen Feedback-Runde, die natürlich sehr positiv ausfiel, noch ein leckeres Abendessen in Form von Wraps, belegten Brötchen usw. Alles in allem wieder einmal eine mehr als gelungene Veranstaltung, an dieser Stelle nochmal ein herzlicher Dank an alle Beteiligten und Sponsoren sowie an netlogix für die tollen Räumlichkeiten!

Bis zum Frühjahr beim DevOps Camp 2017!

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