9. E-Commerce Geschäftsklimaindex: E-Commerce im Sommerloch

plentymarkets Händler stellen sich gegen den Trend

Wie bereits in den beiden Vorjahren lässt die positive Stimmung im E-Commerce auch 2017 in der Sommerumfrage nach, und der plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex sinkt auf 64,93 Punkte. Das Ergebnis bleibt dennoch weiterhin deutlich im positiven Bereich zwischen 50 und 100 Punkten (*). Betrachtet man hingegen nur das Ergebnis der plentymarkets Händler in der Auswertung, so stellen sie sich gegen den Trend: Ihr Stimmungswert steigt auf 69,19 Punkte.

Der 9. plentymarkets Geschäftsklimaindex.

Der 9. plentymarkets Geschäftsklimaindex.

Die Analyse des 9. plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex lässt erkennen, dass vor allem die aktuelle Lage von den Händlern weniger positiv eingeschätzt wird als noch in der vorigen Umfrage. Der Anteil der Händler, die ihre Lage positiv bewerten, sinkt von 42% im Frühjahr auf 33% in der aktuellen Erhebung. Mehr Teilnehmer als zuletzt beurteilen ihre momentane Situation als schlecht: Hier steigt der Anteil von 15% auf 20%. Demgegenüber bleiben die neutralen Stimmen bei einem Prozentsatz von 46% gegenüber 43% in der letzten Umfrage beinahe gleich.

Insgesamt geht die Stimmung also leicht zurück. Dennoch lässt sich weiterhin sagen, dass mit 55% eine Mehrheit der Händler den nächsten 6 Monaten optimistisch entgegenblickt.

Mehr kleine Betriebe Stufen Lage als schlecht ein

Neben dem typischen Stimmungsrückgang im Sommerloch fällt auf, dass die Zahl kleiner Betriebe, die ihre Lage oft als schlecht einstufen, gegenüber den teilnehmenden größeren Unternehmen merklich angestiegen ist. Deren Anteil stieg um 13% auf 26%, sodass ein Viertel der Teilnehmer des 9. Index 1-Personen-Unternehmen waren.

Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer (58%) beschäftigt aber auch im 9. Index 1 bis 10 Mitarbeiter. Am stärksten waren unter den Umfrageteilnehmern die Branchen Kleidung/Schuhe/Accessoires (19%) und Heimwerken/Werkzeuge/Gartengeräte (10%). Den dritten Platz belegten Heim- und Haushaltswaren (8%) vertreten.

Einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen finden Sie unter:

https://www.plentymarkets.eu/knowledge/whitepaper/

plentymarkets bedankt sich herzlich bei allen, die an der Befragung teilgenommen haben. Gemeinsam mit shopanbieter.de wird der plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex alle drei Monate erhoben, um damit ein verlässliches Stimmungsbarometer zur künftigen Marktentwicklung im E-Commerce zu etablieren. Der 9. plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex wurde zudem vom Händlerbund gesponsert.

dmexco 2017: Shopware kommt mit Version 5.3 und Customer Centricity

Die shopware AG wird in diesem Jahr mit ihrem bisher größten Stand auf der dmexco in Köln ausstellen. Mit im Gepäck hat der Shopsystemhersteller zum ersten Mal die brandneue Version Shopware 5.3 und 14 Co-Aussteller. Von Beginn an ist die shopware AG als Aussteller auf Deutschlands wichtigster Messe für das digitale Marketing vertreten. Die dmexco verzeichnete im vergangenen Jahr eine Rekordbesucherzahl in Höhe von 50.000.

Die shopware AG wird in diesem Jahr mit ihrem bisher größten Stand auf der dmexco in Köln ausstellen. Mit im Gepäck hat der Shopsystemhersteller zum ersten Mal die brandneue Version Shopware 5.3 und 14 Co-Aussteller.

Die shopware AG wird in diesem Jahr mit ihrem bisher größten Stand auf der dmexco in Köln ausstellen.

Auf dem Shopware Community Day wurde die neue Version 5.3 erstmalig vorgestellt. Seit diesem Tag stand eine Vorab-Version, der „Release Candidate“, zum Download zur Verfügung. Pünktlich zur dmexco wird Shopware die finale Version an seinen Countern präsentieren. Das Release, das ganz im Zeichen der Customer Centricity steht, bringt einige neue Top-Features mit sich. Das bekannte Einkaufswelten-Tool etwa wurde so erweitert, dass sich jetzt auch fertige Welten in andere Shops exportieren lassen. Die neuen Customer Streams bieten Shopbetreibern überdies die Möglichkeit, ihre Kunden nach bestimmten Eigenschaften zu filtern und so mit individuellem Content und Angeboten zu beliefern. Das dritte Highlight sind die überarbeiteten Filter. Neben den bekannten Funktionen lassen sich jetzt auch individuelle Sortierungen definieren und eigene, aus mehreren Attributen zusammengesetzte Filter erstellen.

Standparty nach dem ersten Messetag

Während der zweitägigen Veranstaltung werden wieder zahlreiche Speaker über die Neuheiten der digitalen Welt berichten. Auch Shopware hat hier einen Beitrag mit den bereits aus den Vorjahren bekannten Rednern Stefan Zessel und Philipp Scharlau.

Zu den Co-Ausstellern zählen in diesem Jahr die Agenturen best it, Portaltech Reply, communicode, NEXUS Netsoft, RHIEM Intermedia, Neofonie, KOMMERZ, IANEO und hmmh. Ergänzt werden diese durch die Technologie-Partner Apptus, SendCloud, Pickware, Profihost und Tradebyte.

Am Ende des ersten Messetages lädt Shopware auch in diesem Jahr wieder zur Standparty, mit „Beats, Bier und Currywurst. Beginn ist um 18.30 Uhr.
Für jeden, der sich die neuen Features der Version 5.3 zeigen lassen möchte, gibt es unter shopware.com/dmexco/ die Chance, sich einen Termin am Stand zu sichern. Außerdem sind dort nochmals alle relevanten Informationen aufgelistet. Shopware ist in Halle 7, Stand C048 zu finden.

Gebühren für Zahlungsmittel – Was man darf und was nicht!

Auch nach der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie ist es möglich, Zuschläge für bestimmte Zahlungsarten zu verlangen. Die Zulässigkeit solcher Zuschläge ist jedoch an gewisse Voraussetzungen gebunden. Worauf kommt es dabei an? Wie hoch dürfen die Gebühren sein? Diese und andere Fragen werden von Rechtsexpertin Tanya Stariradeff beantwortet.

 

Trusted Shops News

Trusted Shops News

Voraussetzungen für Zahlartgebühren

Ein Shopbetreiber kann gem. § 312a Abs. 4 BGB unter zwei Voraussetzungen Zuschläge für die Verwendung bestimmter Zahlungsarten verlangen:
Es muss eine gängige und zumutbare unentgeltliche Zahlungsart angeboten werden.
Der vereinbarte Zuschlag für die Zahlungsart darf nicht über diejenigen Kosten hinausgehen, die durch die Nutzung dieses Zahlungsmittels entstehen.
Die Frage, welche Zahlungsmittel diese Bedingungen erfüllen, ist jedoch nicht einfach zu beantworten. Mehrere Gerichtsentscheidungen haben sich inzwischen mit diesem Thema beschäftigt.

Welche Zahlungsmittel sind gängig?

Ein Zahlungsmittel ist gängig, wenn es unter den Verbrauchern weit verbreitet ist. Diese Voraussetzung erfüllen jedenfalls die Barzahlung, die Überweisung, der Kauf auf Rechnung, die Lastschrift oder verbreitete Kreditkarten.

Mehrere Urteile betreffen die Frage, ob bestimmte Arten von Kreditkarten gängig sind. Für folgende Kreditkarten wurde entschieden, dass sie diesen Anforderungen nicht genügen:

  • Visa Entropay (LG Berlin, Urt. .v. 12.1.2016 – 15 O 557/14 und LG Hamburg, Urt. v. 1.10.2015 – 327 O 166/15)
  • Visa Electron und MasterCard Gold (LG Leipzig, Urt. v. 14.7.2015 – 05 O 3326/14)
  • Viabuy Prepaid MasterCard (LG Hamburg, Urt. v. 18.11.2016 – 315 O 28/16).

Welche Zahlungsmittel sind zumutbar?

Ob ein Zahlungsmittel zumutbar ist, hängt vor allem von der Frage ab, ob seine Verwendung für den Verbraucher Mehraufwand bedeutet oder ob z.B. Sicherheitsaspekte dagegen sprechen. Nicht zumutbar sind die Kreditkartensysteme Visa Electron und „fluege.de MasterCard Gold“ (LG Dresden, Urt. v. 3.2.2015 – 14 U 1489/14). Hier kann nicht von einem zumutbaren Aufwand für den Verbraucher ausgegangen werden, da entweder zuvor eine Prapaid-Karte aufgeladen werden muss oder überhaupt erst der Abschluss eines gesonderten Kreditkartenvertrags notwendig ist.

Nicht abschließend geklärt ist jedoch, ob die Sofortüberweisung diese Voraussetzung erfüllt. Die erste Instanz (LG Frankfurt a.M., Urt. v. 24.6.2015 – 2-06 O 458/14) stufte die Sofortüberweisung ausdrücklich als gängige, aber nicht zumutbare Zahlungsart ein. Der Grund hierfür war, dass der Verbraucher einem Dritten seine Kontozugangsdaten zur Verfügung stellen muss. Der Kunde könne nicht gezwungen werden, seine Finanzdaten einem Sicherheits- oder Missbrauchsrisiko auszusetzen. Dieser Einschätzung widersprach jedoch das OLG Frankfurt (Urt. v. 24.8.2016 – 11 U 123/15). Das Gericht hat festgestellt, dass keine konkreten Missbrauchsrisiken bestünden. Allgemeine Missbrauchsrisiken reichen nach Auffassung des Gerichts jedenfalls nicht, denn diesen seien Verbraucher im Internet generell ausgesetzt. Allerdings ist das letzte Wort in dieser Frage noch nicht gesprochen, denn die Revision wurde zugelassen und damit ist zu erwarten, dass sich der BGH mit dieser Frage beschäftigen wird.

Höhe der Gebühren

Die Höhe der Gebühren, die für die Nutzung des Zahlungsmittels erhoben werden dürfen, darf nicht höher sein als die Kosten, die dadurch auch tatsächlich entstehen. Auch zu dieser Frage sind bereits mehrere Urteile ergangen. So wurde bereits entschieden, dass Kreditkartengebühren i. H. v. 5 % nicht den Kosten des Zahlungsdienstleisters entsprächen (LG Berlin, Urt. v. 12.1.2016 – 15 O 557/14). Der Kläger hatte hier vorgetragen, dass bei Zahlungen per Kreditkarte maximal 0,8 % bis 2,5 % als Gebühr anfielen. Auch eine Kreditkartengebühr i. H. v. 9,90 € wurde als unzulässig erachtet (LG Leipzig, Urt. v. 14.7.2015 – 05 O 3326/14). In einem anderen Fall wurde eine „Zahlungspauschale“ i. H. v. 7 € erhoben, die konkret 15 % des Gesamtpreises ausmachten (LG Aschaffenburg, Urt. v. 13.7.2016 – 1 HK O 66/15). In allen Fällen konnten die Beklagten nicht beweisen, dass die von ihnen geforderten Kosten tatsächlich entstanden sind.

Verbot von Zahlartgebühren ab Januar 2018

Allerdings wird sich das Thema ab Januar 2018 für bestimmte Zahlungen erledigen, denn der Deutsche Bundestag hat am 1. Juni 2017 das „Gesetz zur Umsetzung der zweiten Zahlungsdiensterichtlinie“ beschlossen. Danach dürfen Händler in Zukunft keine gesonderten Gebühren für Kartenzahlungen, Überweisungen oder Lastschriften verlangen. Das Gesetz tritt allerdings erst zum 13. Januar 2018 in Kraft.

Tipp

Wenn Gebühren für bestimmte Zahlungsarten verlangt werden, muss mindestens eine kostenlose und zumutbare Zahlungsart angeboten werden. Im Zweifel muss der Shopbetreiber beweisen, dass die Höhe der Gebühren den tatsächlich entstandenen Kosten entspricht. Hier ergibt es Sinn, bestimmte Zahlungspauschalen nicht als Zahlartgebühren zu erheben, sondern zuvor in den Kaufpreis einzupreisen – dann ist man auch über den 18. Januar 2018 hinaus auf der sicheren Seite

(Quelle: Pressemitteilung der Trusted Shops GmbH vom 12.07.2017)

ECC Köln und Arvato Systems stellen sechs Thesen zum Einkaufserlebnis über Omni-Channel auf

Exzellenz über alle Kanäle

Wie kann Kunden ein erstklassiges Einkaufserlebnis über alle Kanalgrenzen hinweg geboten werden? Worauf müssen Händler bei der Umsetzung einer Omni-Channel Strategie achten – heute und in Zukunft? Diesen Fragen widmen sich das ECC Köln und Arvato Systems im aktuellen Thesenpapier „Omni-Channel-Exzellenz“. Darin werden sechs Thesen zum kanalvernetzten Handel im digitalen Zeitalter aufgestellt.

Einkaufserlebnis über alle Kanalgrenzen hinweg? Worauf Händler achten müssen steht im aktuellen Thesenpapier „Omni-Channel-Exzellenz“

Einkaufserlebnis über alle Kanalgrenzen hinweg? Worauf Händler achten müssen steht im aktuellen Thesenpapier „Omni-Channel-Exzellenz“.

1. Einzelhandel vor dramatischen Veränderungen – „More of the same“ reicht nicht mehr aus

Ob verändertes Kundenverhalten oder innovative Wettbewerber mit digitaler DNA – der Einzelhandel ist zunehmend nachhaltigen Veränderungen ausgesetzt. Mutiges Handeln ist immer schneller gefordert. Aber halbherzige Omni- bzw. Cross-Channel-Bemühungen werden Kunden nicht mehr überzeugen.

2. Die meisten Omni-Channel-Systeme stecken noch in den Kinderschuhen

Statt eines umfassenden Omni-Channel-Managements, verbindet man oft bestehende Einzellösungen miteinander – ohne damit jedoch ein überzeugendes kanalübergreifendes Einkaufserlebnis zu schaffen.

3. Omni-Channel ermöglicht neue, kundenzentriertere Konzepte – auch auf der Fläche

Digitale Technologien am Point of Sale helfen, Kanalgrenzen zu verwischen, indem man beispielsweise physische Regale virtuell in den Online-Shop hinein verlängert und Produktbewertungen aus dem Internet zeigt. Dadurch ergeben sich völlig neue Flächen- und Standortkonzepte.

4. Der Warenfluss wird sich relevant verändern – Retouren als Chance begreifen

Wenn Multi-Channel-Händler erlauben, Onlinebestellungen auch in stationären Filialen zu retournieren, kann der Warenfluss optimiert werden. Die Retouren werden so schneller wieder der Wertschöpfung zugeführt. Zudem können Mitarbeiter Kunden vor Ort beraten und von Alternativen überzeugen.

5. IT als Erfolgsfaktor für den Handel von morgen

Neben einem ausreichenden digitalen Know-how mangelt es in Unternehmen häufig an IT-Systemen, die eine effiziente digitale Transformation ermöglichen. Historisch gewachsene Systemstrukturen, die vielfach aus Zeiten vor Big Data und Omni-Channel stammen, muss man modernisieren.

6. Kanalspezifische KPIs sind überholt und müssen durch Omni-Channel-KPIs ersetzt werden

Die Vielzahl von Kundenkontaktpunkten in einer digitalisierten Handelswelt macht es erforderlich, die Bedeutung einzelner Touchpoints mit Blick auf den gesamten Informations- und Kaufprozess zu analysieren. Isolierte Kennzahlen für einzelne Kanäle helfen hierbei nicht weiter.

„Um im Einzelhandel auch morgen noch erfolgreich zu sein, ist echte Kundenzentrierung unabdingbar. Unternehmen müssen sich ganzheitlich wandeln und Kanalgrenzen vollständig verschwinden lassen – von der Kommunikation über die Services und Prozesse bis hin zur IT“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Über das Thesenpapier

Mit dem Thesenpapier „Omni-Channel-Exzellenz – 6 Thesen zum kanalvernetzten Handel im digitalen Zeitalter“ nehmen das ECC Köln und Arvato Systems Erfolgsfaktoren für den Omni- bzw. Cross-Channel-Handel unter die Lupe. Dabei stehen unter anderem folgende Fragstellungen im Fokus: Worauf müssen Händler bei einer erfolgreichen und konsequenten Kanalverschmelzung achten? Wie kann man Kunden ein exzellentes Einkaufserlebnis über die Kanalgrenzen hinweg ermöglichen? Wo steht der Handel heute und welche Trends für die nächsten Jahre zeichnen sich bereits ab?
Das Thesenpapier kann auf den Websites des ECC Köln und von Arvato Systems kostenfrei heruntergeladen werden.

Überall das Standardpaket? Deutsche Onlinehändler steuern Payment-Mix nur selten länderspezifisch aus

Die ECC-Payment-Studie Vol. 21 nimmt die Lieblingszahlungsverfahren von Online-Shoppern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unter die Lupe. Nur jeder dritte befragte Cross-Border-Händler aus Deutschland bietet internationalen Kunden andere Payment-Optionen an als Online-Shoppern hierzulande.

Die Lieblingszahlungsverfahren der Konsumenten im D-A-CH-Vergleich

Die Lieblingszahlungsverfahren der Konsumenten im D-A-CH-Vergleich

Mehr als zwei Drittel der deutschen Onlinehändler, die ihre Waren auch international vertreiben, bieten in allen Ländern den gleichen Payment-Mix an. Zu diesem Ergebnis kommt die ECC-Payment-Studie Vol. 21. Für die Studie hat das ECC Köln gemeinsam mit Prof. Dr. Malte Krüger mehr als 1.700 Online-Shopper aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie rund 350 deutsche Shop-Betreiber befragt. Knapp 20 Prozent der befragten Onlinehändler, die auch international Kunden bedienen, setzen neben einem universalen Basis-Set in einzelnen Ländern auch auf lokale Zahlungsverfahren. Nur rund 13 Prozent der Cross-Border-Händler aus Deutschland steuern ihren Payment-Mix in jedem Land komplett individuell aus.

„Wer international Märkte erobern möchte, muss nicht nur Zollbestimmungen oder andere Währungen berücksichtigen, sondern auch die spezifischen Payment-Präferenzen der Konsumenten – die unsere Studie im D-A-CH-Vergleich klar zeigt. Denn auch im Ausland gilt: Ist das gewünschte Zahlungsverfahren nicht vorhanden, brechen Online-Shopper den Kauf im schlimmsten Fall ab“, warnt Sabine Buschmann, Senior Projektmanagerin, ECC Köln.

Rechnung hat insgesamt die Nase vorn – PayPal in Deutschland wichtiger, Kreditkarte in Österreich

Die Zahlungspräferenzen der Online-Shopper in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterscheiden sich teils deutlich. So landet die Rechnung im gesamten D-A-CH-Raum auf Platz eins der Lieblingszahlungsverfahren. Aber: Während in Deutschland und Österreich jeweils etwas mehr als vier von zehn Konsumenten ihren Onlineeinkauf bevorzugt per Rechnung begleichen, sind es in der Schweiz sogar sechs von zehn Online-Shoppern. PayPal ist in Deutschland der Liebling von 29 Prozent der befragten Konsumenten – in Österreich und der Schweiz gilt das nur für rund jeden Achten. Für Österreicher (20 %) und Schweizer (15 %) spielt die Kreditkarte hingegen beim Onlineeinkauf eine wichtigere Rolle als für Deutsche (11 %).

„Die Kreditkarte punktet aus Konsumentensicht im Vergleich zu anderen Zahlungsverfahren vor allem durch Schnelligkeit sowie kanalübergreifende und weltweite Einsetzbarkeit. Da Schweizer und Österreicher häufig Waren im Ausland bestellen, kommt die Kreditkarte in diesen Ländern öfter zum Einsatz“, so Prof. Dr. Malte Krüger.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

  • 67,8 Prozent der befragten Onlinehändler aus Deutschland, die ihre Waren auch ins Ausland versenden, bieten in allen Ländern den gleichen Payment-Mix an.
  • 12,6 Prozent der befragten Onlinehändler aus Deutschland, die ihre Waren auch ins Ausland versenden, bieten in jedem Land einen individuell zusammengestellten Payment-Mix an.
  • 40,2 Prozent der befragten deutschen Online-Shopper, 43,3 Prozent der befragten österreichischen Online-Shopper und 60,7 Prozent der befragten schweizerischen Online-Shopper verwenden am liebsten die Rechnung bzw. würden diese am liebsten verwenden.
  • 10,9 Prozent der befragten deutschen Online-Shopper, 20,1 Prozent der befragten österreichischen Online-Shopper und 14,8 Prozent der befragten schweizerischen Online-Shopper verwenden am liebsten die Kreditkarte bzw. würden diese am liebsten verwenden.

Über die Studie

Für die „ECC-Payment-Studie Vol. 21 – Der Online-Payment-Markt aus Sicht der Händler und Konsumenten“ hat das ECC Köln in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Malte Krüger im Dezember 2016 1.765 Konsumenten befragt. Davon waren 896 aus Deutschland, 411 aus Österreich und 458 aus der Schweiz. Darüber hinaus wurde von November 2016 bis Januar 2017 eine Umfrage unter 346 deutschen Onlinehändlern durchgeführt. Experteninterviews ergänzen die Befragung. Die ECC-Payment-Studie nimmt bereits zum 21. Mal die Bekanntheit, Nutzung und Bewertung von Zahlungsverfahren sowie Trendthemen im Payment-Markt aus Sicht von Online-Shoppern und Shop-Betreibern unter die Lupe.

Die ECC-Payment-Studie wurde unterstützt von folgenden Unternehmen: PayPal Deutschland GmbH, SCHUFA Holding AG, SOFORT GmbH, Wirecard AG und UNIVERSUM Group.

Die Studie kann online bestellt werden.

Unterschätzt und verteufelt – Kundenservice aus der Hölle

Wer glaubt, der Umgang mit Kunden sei die geringste Herausforderung für Händler und Dienstleister, irrt. Guter Kundenservice erfordert viel Zeit und kompetentes Personal. Kunden sind besonders im Online-Geschäft eine sehr anspruchsvolle Zielgruppe. Häufig wird der Kundenservice jedoch unterschätzt und verteufelt.

Infografik „Kundenservice aus der Hölle“

Infografik „Kundenservice aus der Hölle“

Hand auf’s Herz: Kunden können anstrengend sein. Mit einem Augenzwinkern hat der Kundenserviceanbieter telbes die Infografik Kundenservice aus der Hölle erstellt. Anschaulich erklärt sie alle Schritte „was Sie tun sollten, damit sich Ihre Umsätze in Luft auflösen”. Jetzt können Händler endlich ihren wohlverdienten Sommerurlaub genießen.

Grundregeln für höllischen Kundenservice

Für den Kundenservice aus der Hölle sind endlos klingelnde Telefone Pflicht. Natürlich werden schriftliche Kundenanfragen ignoriert und Telefonate kurz halten. Wer ist als Online-Händler schon für ausführliche Beratungsgespräche zuständig? Um Kundenwünschen bestmöglich aus dem Weg zu gehen, sollten Online-Händler lange Antwortzeiten einrichten. Am besten ist es, den Online-Shop während des größten Bestellaufkommens an den Wochenenden und abends zu schließen. Wenn es doch zur Bestellung kommt, sollten keine Versandauskünfte oder sonstige Zusatzinformationen erteilt werden. Im Fall von Retouren zeigen Sie keine Gnade, beharren Sie auf Ihr Recht und gehen Sie niemals kulant mit Kunden um. Kunden kaufen dann garantiert nicht wieder bei Ihnen ein.

Jetzt den Kundenservice auf die Urlaubszeit vorbereiten

Ganz im Ernst: Im Online-Handel sind ständige Erreichbarkeit, persönliche Beratung und kurze Reaktionszeiten im Kundenservice selbstverständlich. Vor allem große Player wie Amazon, Otto, Zalando & Co. machen vor, wie professioneller Kundenservice geht. Diese Anforderungen stellen viele kleinere Händler auf die Probe. Laut einer telbes-Infografik vom März 2017 antworten 41 Prozent der Unternehmen überhaupt nicht auf Kundenanfragen. Denn wer einen Online-Shop allein betreibt, muss immerhin zwei Drittel seiner Arbeitszeit für den Kundenservice einplanen. Wer sich mehr Zeit für sein Kerngeschäft oder einfach mal ein paar freie Tage wünscht, kann den Kundenservice mit Hilfe eines professionellen Kundenservice völlig oder teilweise auslagern. Telbes unterstützt Unternehmer in der Sommerzeit oder an den Wochenenden mit persönlichen Kundenberatern. Weitere Infos unter www.telbes.de.

Alle Verhaltensregeln für den „Kundenservice aus der Hölle” gibt es als Infografik zum Download.

Test der Händlerstimmung: Steigt die Händlerlaune mit dem Thermometer?

Start des 9. plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex

Bereits zum neunten Mal erhebt plentymarkets den E-Commerce Geschäftsklimaindex. Ziel der Umfrage ist es, die allgemeine Händlerstimmung im Zeitraum der Analyse und die Aussicht auf das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte zu erheben. Allen Teilnehmern winkt die Chance auf Gewinne im Gesamtwert von 1575,60 €.

Der E-Commerce Geschäftsklimaindex geht in die 9. Runde!

Der 9. E-Commerce Geschäftsklimaindex – jetzt mitmachen!

In Kooperation mit shopanbieter.de und dem Händlerbund ermittelt plentymarkets den 9. E-Commerce Geschäftsklimaindex. Mit dieser Befragung zur Selbsteinschätzung kleinerer und mittelgroßer Unternehmen wird die Analysereihe fortgeführt, die im vierteljährlichen Zyklus ein Bild der Händlerstimmung zeichnet. Das Umfrageergebnis bietet einen Einblick in die aktuelle Situation deutscher Online-Händler und gibt Auskunft über deren Einschätzung der Geschäftslage in den jeweils kommenden 6 Monaten.

Machen Sie mit und helfen Sie bei dieser Analyse

Wie steht es um den Online-Handel im Sommer 2017?

In den letzten beiden Umfragen ist der Index leicht abgefallen, was auf einen Rückgang der Händlerstimmung schließen ließ. Daher ist es in diesem Quartal besonders spannend: Hebt sich die Stimmung durch die Aussicht auf das sich langsam nähernde Weihnachtsgeschäft wieder, oder trübt ein Sommerloch weiterhin die Händlergemüter.

Zum Dank für die Teilnahme an der Umfrage verlost plentymarkets gemeinsam mit dem Händlerbund die folgenden Gewinne im Wert von insgesamt 1575,60 €:

  • ein IROBOT Roomba 966 im Wert von 795,00 €
  • ein Mal 1 Jahr keine Grundgebühr beim Kundenservice telbes (powered by Händlerbund) im Wert von 718,80 €
  • ein Kostenfreies Jahresabo des Onlinehändler Magazins im Wert von 58,80 €

Die Umfrage endet am 14. Juli 2017.

Sämtliche Ergebnisse der bisherigen Indizes können hier eingesehen werden

Der plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex wird alle drei Monate erhoben. Die Befragung ist einfach gehalten und thematisiert kurz und knapp die zukunftige Geschäftsentwicklung.

Händlerbund-Studie: Unfaire Kundenbewertungen machen Online-Händlern zu schaffen

Der Händlerbund hat über 1.000 Online-Händler zu ihren Erfahrungen mit unfairen Kundenbewertungen befragt und die Ergebnisse in der aktuellen Studie Unfaire Kundenbewertungen veröffentlicht.

Die freie Meinungsäußerung – vor allem in der Anonymität des Internets – ist für viele von uns selbstverständlich. Für Online-Händler, die sich durch Kundenbewertungen ihr positives Image im Netz aufbauen wollen, kann sie Fluch und Segen sein. Erfundene Tatsachen und ungerechtfertigte Kritik machen nach Angaben der Händler 95 Prozent zu schaffen. Welche Konsequenzen das hat und wie die Online-Händler mit den unfairen Bewertungen umgehen, zeigen die Ergebnisse.

Wichtigste Ergebnisse im Überblick:

  • Unter allen Teilnehmern sind 95 % der Online-Händler von unfairen Kundenbewertungen betroffen.
  • Die Online-Händler vermuten bei 5 % Fake-Bewertungen der Konkurrenz.
  • Mehr als 50 % der Bewertungen beziehen sich auf den Service des Paketzustellers.
  • Der Imageverlust durch schlechte Bewertungen ist für 76 % das größte Problem.
  • Die Mehrzahl von 92 % findet, dass sich das Problem im letzten Jahr nicht gebessert hat.
  • Zwei von drei Online-Händler kommentieren Negativbewertungen öffentlich, um sich zu rechtfertigen.

Alle Ergebnisse gibt es zum kostenfreien Download als PDF oder in der Kurzversion als Infografik.

Unwahrheiten, Beleidigungen und Fake-Bewertungen

Wie die aktuelle Händlerbund-Studie belegt, gehen nicht alle Kunden mit ihrem Recht auf Meinungsäußerung sorgsam um. Fast alle der befragten Händler (95 Prozent) sind von unfairen Kundenbewertungen betroffen. Diese sind häufig ungerechtfertigt (77 Prozent), geben falsche Tatsachen wieder (72 Prozent) oder sind persönlich beleidigend (20 Prozent). Die Studienteilnehmer berichten, dass mehr als jede zweite Bewertung (57 Prozent) als Druckmittel dient, um Kulanzlösungen des Händlers zu erzwingen. In fünf Prozent der Fälle gehen Online-Händler von vorsätzlichen Fake-Bewertungen der Konkurrenz aus. Yvonne Bachmann, Rechtsanwältin des Händlerbundes, sagt: „Diese Form der Kundenbewertungen gehen über die freie Meinungsäußerung weit hinaus und erfüllen sogar strafrechtliche Tatbestände, die rechtlich geahndet werden können.”

Fiese Bewertungen nehmen zu

Besonders kurios sind die Gründe für unfaire Bewertungen, von denen die Online-Händler berichten: Selbst Bedienfehler, gestresste Paketboten oder Produkte, die der Händler gar nicht anbietet, werden mit negativen Kommentaren übersät. Am häufigsten drehen sich die Bewertungen um angebotene Produkte (76 Prozent), den Versand (55 Prozent) oder die Bestellbedingungen (30 Prozent). Dabei ist die Mehrzahl der Online-Händler der Meinung, die Anzahl der unfairen Bewertungen im Netz ist im Verlauf des letzten Jahres gestiegen (42 Prozent) oder zumindest gleich geblieben (50 Prozent).

Weitreichende Folgen für Online-Händler

Die Kommentare der Kunden sind nicht nur eine persönliche Belastung für viele Händler. Sie halten häufig den Frust der Kunden aus, obwohl sie viele der bewerteten Umstände gar nicht beeinflussen können. Nach Angaben der Betroffenen sind es vor allem der Imageverlust (76 Prozent) und die wertvolle Zeit (60 Prozent), die den Online-Händlern die Kraft rauben. Viele Kunden wissen nicht: Eine einzige schlechte Bewertung kann dafür sorgen, dass die Gesamtbeurteilung eines Händlers sinkt und er für Kaufinteressenten unattraktiv wird. Ob diese Bewertung der Wahrheit entspricht, interessiert dabei nicht. Aus dem Verlust der Sichtbarkeit bei Suchanfragen, der für die Hälfte der Befragten gravierend ist, resultieren Umsatzeinbußen bei 45 Prozent der Händler.

Umgang mit unfairen Bewertungen

Sind die negativen Bewertungen einmal veröffentlicht, lassen sie sich nur schwer entkräften oder entfernen. Die Mehrzahl der befragten Online-Händler gehen den richtigen Weg und versuchen ihre Kunden zu kontaktieren (71 Prozent), um das Anliegen zu klären. Zwei von drei Händlern (66 Prozent) kommentieren ihre Bewertungen öffentlich und nehmen Stellung zum Sachverhalt. Weitere Maßnahmen, wie eine Löschung der Bewertung (16 Prozent), die Sperrung des Kunden oder eine Rückabwicklung des Kaufs ergreifen nur sechs Prozent der Befragten.

Initiative FairCommerce für fairen Wettbewerb

Im Rahmen der Initiative FairCommerce setzt sich der Onlinehandelsverband für Fairness und Rechtssicherheit im Online-Handel ein. In Zusammenarbeit mit den Rechtsanwälten des Händlerbundes werden Lösungsansätze für betroffene Händler erarbeitet, die im Anschluss an die Studienergebnisse veröffentlicht werden. Ziel ist es, den Online-Händlern Hilfestellung zu leisten und Online-Kunden für die Bedeutung von Kundenbewertungen zu sensibilisieren.

Zu den Ergebnissen als PDF Download.

Zur Kurzversion der Ergebnisse als Infografik.

Verfügbarkeitsanzeigen von hoher Relevanz im B2B-Onlinehandel

80 Prozent der B2B Online-Shops geben ihren Kunden allgemeine oder konkrete Informationen zur Warenverfügbarkeit

Der B2B E-Commerce Konjunkturindex, eine Initiative der IntelliShop AG in Zusammenarbeit mit dem ECC Köln, hat seine zweiundzwanzigste Erhebung veröffentlicht. Für den Untersuchungszeitraum März und April 2017 beurteilen die befragten Entscheider ihre aktuellen E-Commerce-Umsätze mit einem Indexwert von 131,9 Punkten rund 21 Punkte geringer als in der Vorerhebung und 26 Punkte niedriger als im Vorjahr. Der Index liegt dennoch weiterhin deutlich über der neutralen 100-Punkte-Marke und 45 Prozent der befragten B2B-Unternehmen bewerten ihre derzeitigen E-Commerce Umsätze eher positiv bis sehr positiv.

B2B E-Commerce Konjunkturindex - Umsätze 03-04-2017

B2B E-Commerce Konjunkturindex – Umsätze 03-04-2017

Der Indexwert für die erwarteten E-Commerce-Umsätze der kommenden zwölf Monate sinkt gegenüber der Vorerhebung nur leicht auf immer noch sehr optimistische 161,4 Punkte. Ein Viertel aller befragten B2B-Unternehmen erwartet in den kommenden Monaten eine starke Verbesserung der E-Commerce-Umsätze, weitere 41 Prozent zumindest eine leichte Verbesserung.

Verfügbarkeitsanzeigen in B2B Online-Shops

Im Rahmen der Erhebung wurden auch die Bedeutung und Etablierung von Verfügbarkeitsanzeigen in B2B Online-Shops abgefragt. Diese Kundeninformation über die Warenverfügbarkeit wird als äußerst relevant erachtet und 80 Prozent der befragten Shopbetreiber haben bereits eine Verfügbarkeitsanzeige etabliert. Weitere 11 Prozent der Panelists geben an, einen solchen Service konkret zu planen.

In der Umsetzung unterscheiden sich die Verfügbarkeitsanzeigen jedoch erheblich. Nur sieben Prozent der B2B-Shopbetreiber mit Verfügbarkeitsanzeige für den Online-Shop benennen ihren Kunden, abhängig von Lieferadresse und Versandart, ein exaktes Lieferdatum. Immerhin 46 Prozent dieser B2B Online-Shops zeigen den Lagerstatus samt Angaben zur Bearbeitungszeit bis zur Auslieferung. Ein gleich hoher Anteil begnügt sich derzeit mit einer allgemeinen Verfügbarkeitsinformation, bei der auch der Status beim Vorlieferanten mit berücksichtigt wird.

Von den befragten B2B-Unternehmen mit nachgelagertem stationärem Handel sind momentan knapp 39 Prozent in der Lage, ihren Onlineshop-Besuchern auch Auskünfte über die stationäre Abholverfügbarkeit zu geben. 75 Prozent der befragten Entscheider stimmen bedingt oder voll und ganz zu, dass  Verfügbarkeitsanzeigen die Cross-Channel-Umsätze stärken könnten.

Der vollständige Berichtsband zum kostenlosen Download und alle Informationen zum B2B E-Commerce Konjunkturindex und den Teilnahmemöglichkeiten als Panelist finden sich unter: www.b2b-ecommerce-index.de

Über den B2B E-Commerce Konjunkturindex

Der B2B E-Commerce Konjunkturindex beruht auf einer zweimonatlichen Befragung von Entscheidern und Projektverantwortlichen aus deutschen B2B-Unternehmen. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuellen Umsätze und ihre Erwartungen an die Umsatzentwicklung in den folgenden zwölf Monaten auf einer 5-Punkte-Skala von „sehr negativ“ bzw. „stark verschlechtern“ bis „sehr positiv“ bzw. „stark verbessern“. Die ausgewiesenen Werte des B2B E-Commerce Konjunkturindex berechnen sich als Differenz der Anteile positiver und negativer Beurteilungen der aktuellen bzw. erwarteten Umsätze und Ausgaben plus 100. Somit bedeutet ein Wert von 100, dass der Anteil positiver Rückmeldungen genauso groß ist wie der Anteil negativer Rückmeldungen.

An der zweiundzwanzigsten Erhebung des B2B E-Commerce Konjunkturindex haben 44 Entscheider und Projektverantwortliche aus überwiegend international tätigen B2B-Unternehmen teilgenommen.

Die nächste Erhebung startet Mitte Juli 2017. Teilnehmen können alle B2B-Unternehmen, die Umsätze über internetbasierte und digitalisierte Angebots- und Auftragsprozesse generieren. Mit ihrer Teilnahme an den Umfragen des B2B E-Commerce Konjunkturindex tragen die Panelists dazu bei, mehr Transparenz in den deutschen B2B-Onlinehandel zu bringen und profitieren von kostenfreien Ergebnissen.

www.b2b-ecommerce-index.de

(Quelle: Pressemitteilung des ECC Köln vom 15.06.2017)

Individualisierbare Produkte sind bei Konsumenten klar gefragt

Consumer Barometer von IFH Köln und KPMG zeigt Potenzial von Customization

Drei von vier Konsumenten haben schon einmal ein individualisiertes Produkt gekauft oder können sich dies sehr gut vorstellen. Sie sind auch bereit, für solche Artikel einen Aufpreis zu bezahlen. Das gilt besonders für hochwertige Produkte.

Vom selbst zusammengestellten Müsli bis hin zum maßgefertigtem Regal – die Mehrheit der Konsumenten in Deutschland hat deutliches Interesse an individualisierbaren Produkten, wie das aktuelle Consumer Barometer von IFH Köln und KPMG zeigt. Die Ergebnisse der durch Experteninterviews ergänzten Befragung von rund 500 Konsumenten machen das Potenzial von Produktindividualisierungen für Händler und Hersteller deutlich. So haben drei von zehn befragten Konsumenten schon einmal ein Produkt nach ihren Wünschen gestaltet. Knapp die Hälfte der Shopper hat zwar noch nie ein maßgeschneidertes Produkt gekauft, kann sich dies aber sehr gut vorstellen. Aktuell landen besonders häufig individuell gestaltete Lebensmittel sowie Fashion-Artikel – zum Beispiel selbst designte Sneaker – im Warenkorb.

Consumer Barometer: Einstellung zu Produktindividualisierungen

Consumer Barometer: Einstellung zu Produktindividualisierungen

Aufpreis wird akzeptiert

Drei von fünf Konsumenten, die schon einmal ein speziell angefertigtes Produkt gekauft haben, erwarten, dass zukünftig öfter Individualisierungen angeboten werden. Diesen Wunsch äußern auch 43 Prozent der Shopper, die zwar noch keine Produkte nach ihren Wünschen gestaltet haben, sich dies aber sehr gut vorstellen können. Zudem sind 55 Prozent derjenigen, die schon einmal ein maßgeschneidertes Produkt gekauft haben, sowie 48 Prozent der Interessierten bereit, für diese Artikel einen Aufpreis zu bezahlen. Auch die befragten Experten bestätigen die Bereitschaft der Konsumenten, für individualisierte Waren mehr Geld auszugeben.

Herausforderung „Losgröße 1“

Ob Händler und Hersteller vom Customization-Interesse der Konsumenten profitieren können, hängt selbstverständlich stark vom eigenen Angebot ab: Die befragten Experten bescheinigen insbesondere anlassbezogenen Produkten wie Geschenkartikeln oder besonders hochwertigen und langlebigen Artikeln gute Erfolgsaussichten. „Industrie 4.0 macht es technologisch möglich, eine Losgröße eins zu realisieren und somit die Kundenansprüche künftig vollständig(er) zu erfüllen. Die tatsächliche Ausrichtung der Produktion auf den einzelnen Kunden birgt neue Herausforderungen im Hinblick auf die Umstellung der gesamten Wertschöpfungskette, aber auch Wachstumschancen: Bereits heute finden mehr als die Hälfte der Kunden individuelle Produkte interessanter als gleichwertige Massenprodukte,“ so Mark Sievers, Head of Consumer Markets bei KPMG.

Analyse der Kundengruppe

„Individualisierte Produkte werden aktuell besonders von jüngeren Konsumenten und jenen mit einem hohen Einkommen gekauft. Aber auch andere Zielgruppen bekunden ihr Interesse, Artikel individuell zu gestalten. Für Händler und Hersteller gilt es genau zu analysieren, zu welchen Kundengruppen das eigene Angebot passt, um so das Potenzial von Customization für das eigene Unternehmen zu ermitteln. Denn hochwertige, maßangefertigte Möbel sprechen andere Konsumenten zu anderen Kaufanlässen an als selbst gestaltete Geschenkartikel“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • 30 Prozent der befragten Konsumenten haben mindestens schon einmal ein individualisierbares Produkt gekauft.
  • 47 Prozent der befragten Konsumenten haben zwar noch nie ein individualisierbares Produkt gekauft, können sich dies aber sehr gut vorstellen.
  • 60 Prozent der Nutzer von Produktindividualisierungen unter den befragten Konsumenten erwarten, dass zukünftig mehr Unternehmen individualisierbare Produkte anbieten.
  • 55 Prozent der Nutzer von Produktindividualisierungen unter den befragten Konsumenten sind bereit, für ein nach ihren Wünschen individualisiertes Produkt mehr zu bezahlen als für ein gleichwertiges Massenprodukt.

Über das Consumer Barometer

Das Consumer Barometer beleuchtet quartalsweise aktuelle Entwicklungen, Trends und Treiber im Handel und Konsumgütermarkt. Mit der vierteljährlich durchgeführten Befragung nehmen das IFH Köln und KPMG aktuelle Trends im Handel und Konsumentenverhalten unter die Lupe. Im Fokus der aktuellen Ausgabe stehen Produktindividualisierungen. Für die Kurzstudie wurden rund 500 Konsumenten über ein Online-Panel befragt (bevölkerungsrepräsentativ nach Alter und Geschlecht). Die Befragung wurde ergänzt durch Experteninterviews. Die ausführlichen Ergebnisse können auf der KPMG-Website heruntergeladen werden – außerdem ist eine Anmeldung für den Newsletter möglich.

(Quelle: Pressemitteilung des IFH Köln vom 12.06.2017)