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Shopware Community Day 2018 im Landschaftspark Duisburg-Nord

Einmal jährlich veranstaltet der Shopsystemhersteller Shopware mit seinem Community Day eine der mittlerweile wichtigsten eCommerce-Veranstaltungen Deutschlands. Jetzt hat das Unternehmen mit Sitz im westfälischen Schöppingen den ungeduldig erwarteten Termin für seine nächste Hausmesse bekannt gegeben: der 18. Mai 2018. Erstmals verlässt Shopware dann das Münsterland, denn Veranstaltungsort wird der Landschaftspark Duisburg-Nord sein.

Mehr Platz für eine größere Community

Den Kern des Landschaftsparks Duisburg-Nord bildet ein stillgelegtes Hüttenwerk, das seit Jahren als Event-Location vermietet wird. Der Wechsel des Veranstaltungsortes ist mit der positiven Entwicklung von Shopware der vergangenen Zeit begründet, führt Shopware-Vorstand Stefan Heyne an: „In den letzten Jahren ist die Shopware Community enorm gewachsen, die Tickets waren immer bereits nach wenigen Wochen vergriffen. Mit dem Landschaftspark können wir einer größeren Besucherzahl die Teilnahme an diesem tollen Event ermöglichen.“

Stefan Hamann erläuterte in seiner Keynote die neuesten Entwicklungen

Stefan Hamann erläuterte auf dem SCD 2017 in seiner Keynote die neuesten Entwicklungen

Gleicher Spirit im neuen Flair

Shopware rechnet für den nächsten Shopware Community Day im Landschaftspark Duisburg-Nord mit 2.000 – 2.500 Händlern, Partnern, Entwicklern und eCommerce-Enthusiasten, die sich erneut auf außergewöhnliche Vorträge von renommierten Speakern, Trends, Neuheiten und Praxistipps freuen dürfen. Das legendäre Abendevent in beeindruckender Atmosphäre lädt dazu ein, die über den Tag geschlossenen Kontakte beim Networking zu vertiefen.

„Der neue Veranstaltungsort bietet aber weit mehr als eine höhere Kapazität. Neben dem industriellen Flair, das extrem gut zu unserer Unternehmenskultur passt, gibt es viele logistische Vorteile wie die unmittelbare Nähe zum Düsseldorfer Flughafen, was insbesondere für unsere internationalen Gäste angenehm ist“, begründet Stefan Heyne.

Weitere Informationen zum Ticketverkauf etc. folgen in Kürze unter scd.shopware.com

Der Shopware Community Day 2018 in Kürze

Wann? 18. Mai 2018

Wo? Landschaftspark Duisburg-Nord

Gäste: 2.000-2.500 Händler, Partner, Entwickler und eCommerce-Enthusiasten

Leitthema: Folgt in Kürze

Infos: scd.shopware.com

Neue Studie untersucht das Einkaufsverhalten im digitalen Zeitalter

Das Einkaufsverhalten von Endkunden ändert sich im Zeitverlauf ständig – und das nicht erst seit dem Internet. Dabei waren in den letzten Jahren vor allem die Digitalisierung von Einkaufsprozessen und deren Abwicklung maßgebliche Treiber. Um herauszufinden, wie aktuell der Status quo des Einkaufsverhaltens von Online-Shoppern, ist und welche Trends bei Kunden angesagt sind, hat das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg im Projekt E-Commerce-Leitfaden eine Kundenbefragung zum Thema „Einkaufsverhalten im digitalen Zeitalter“ durchgeführt.

Kleidung und Schuhe besonders beliebt

Das Einkaufsverhalten von Endkunden ändert sich im Zeitverlauf ständig – und das nicht erst seit dem Internet. Dabei waren in den letzten Jahren vor allem die Digitalisierung von Einkaufsprozessen und deren Abwicklung maßgebliche Treiber. Um herauszufinden, wie aktuell der Status quo des Einkaufsverhaltens von Online-Shoppern, ist und welche Trends bei Kunden angesagt sind, hat das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg im Projekt E-Commerce-Leitfaden eine Kundenbefragung zum Thema „Einkaufsverhalten im digitalen Zeitalter“ durchgeführt.Aus den Ergebnissen der Studie geht hervor, dass mit 30 Prozent Online-Anteil an den gesamten Ausgaben die Produktkategorie Kleidung und Schuhe besonders gerne online gekauft wird. Darauf folgen die Kategorien Bücher, Musik, Filme und Videospiele (29 Prozent), Unterhaltungselektronik (21 Prozent), Haushaltsgeräte (15 Prozent) sowie Gesundheit und Kosmetik (14 Prozent).

Online-Kunden sind „Gewohnheitstiere“

Weiterhin wurde von den Befragten in den letzten 12 Monaten im Durchschnitt bei 6 verschiedenen Online-Shops bzw. Online-Marktplätzen bestellt. Im Durchschnitt kaufen die Befragten bei 3 unterschiedlichen Online-Shops regelmäßig (mindestens dreimal pro Jahr) ein. Bei einem neuen Online-Shop wurde durchschnittlich nur zweimal eingekauft. „Die Antworten der Befragten zeigen uns, dass es immer schwieriger wird mit einem neuen Shop Kunden zu gewinnen.“, so Mitautor der Studie Dr. Georg Wittmann.

Die wichtigsten Aspekte sowohl beim Erst- als auch beim Wiederholungskauf in einem Online-Shop sind für Konsumenten Versandkosten und das Angebot an Bezahlverfahren.

Recherchen vor dem Kauf

Eine weitere Erkenntnis aus der Studie ist, dass Im Durchschnitt 34 Prozent der Produktrecherchen für einen Online-Kauf über alle Produktkategorien hinweg bei Amazon beginnen. 19 Prozent recherchieren zuerst in einem stationären Geschäft, bevor Sie den Online-Kauf tätigen. Darauf folgt Google mit 15 Prozent sowie die direkte Suche in einem Online-Shop mit 12 Prozent. 9 Prozent der Produktsuchen beginnen sowohl bei eBay als auch auf Preisvergleichsportalen.

Wichtige Innovationen

Hinsichtlich der Frage, welche Innovationen bzw. Dienste für das Einkaufserlebnis in der Zukunft für die Befragten wichtig sind, wurde vor allem der interaktive Spiegel mit 47 Prozent als relevant gesehen. Dahinter folgen kassenlose Geschäfte (45 Prozent), Virtual Reality (45 Prozent), Smart-Home-Anwendungen (42 Prozent) sowie Augmented Reality (39 Prozent). Digitale Sprachassistenten (35 Prozent), Chatbots (32 Prozent) und Dash Buttons (28 Prozent) werden eher weniger relevant für das Einkaufsverhalten eingeschätzt.

Wandel des Einkaufsverhaltens durch Digitalisierung

Im Allgemeinen zeigt sich, dass sich das Einkaufsverhalten der Konsumenten aktuell vor allem durch die Digitalisierung im Wandel befindet. Die Verbraucher haben sich an die Vorteile des Online-Handels, wie großes Produktsortiment, günstige Preise und die Bequemlichkeit, gewöhnt. Sie erwarten diese auch zunehmend von stationären Geschäften, die dies nur bedingt erfüllen können. 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in Zukunft seltener zum Einkaufen in die Stadt gehen werden. Stationäre Händler müssen sich daher fragen, wie sie Verbraucher dazu bewegen können, wieder öfter im Laden zu kaufen.

Die vollständige Studie „Einkaufsverhalten im digitalen Zeitalter“ steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter: www.ecommerce-leitfaden.de/einkaufsverhalten2017

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie auf einen Blick:

  • Social Media beeinflusst das Einkaufsverhalten der jüngeren Generation deutlich stärker.
  • 40 Prozent haben in den letzten 12 Monaten bei einem ausländischen Händler bestellt.
  • 37 Prozent der Befragten haben bei Amazon eine Prime-Mitgliedschaft.
  • 61 Prozent der befragten Online-Shopper denken, dass es in Zukunft deutlich weniger stationäre Geschäfte geben wird als heute.
  • 46 Prozent sind der Meinung, dass rein stationäre Geschäfte, die keine Online-Präsenz haben, in 10 Jahren nicht mehr am Markt existieren werden.

URL zur Studie: www.ecommerce-leitfaden.de/einkaufsverhalten2017

Same Day Delivery: Lieber abends und zu Hause als sofort

Neue Kurzstudie von ECC Köln und Hermes nimmt unter die Lupe, wie Online-Shopper sich vor dem Kauf im Netz informieren und wie sie Versand- und Lieferservices bewerten. Bei Same Day Delivery wünschen sich Online-Shopper die abendliche Zustellung nach Hause. Neue Zustelllösungen wie Paketkästen oder Lieferroboter haben aus Konsumentensicht durchaus Mehrwerte.

Same Day Delivery - optimale Ausgestaltung

Same Day Delivery – optimale Ausgestaltung

Schnell, schneller, Same Day – die taggleiche Lieferung gehört für Online-Shopper zwar noch nicht zum Alltag, dennoch haben Konsumenten klare Vorstellungen, wie Same Day Delivery bestmöglich ablaufen sollte. Das zeigt die aktuelle Kurzstudie „Klick auf den ersten Blick – Wie Onlinehändler Kunden richtig ansprechen und mit Versand- und Lieferservices für sich gewinnen“ des ECC Köln in Zusammenarbeit mit Hermes. Rund 92 Prozent der befragten Online-Shopper wünschen sich, dass sie ihre Same-Day-Lieferung zu Hause erhalten. Vier von zehn Befragten bevorzugen zudem, dass ihr Paket innerhalb eines bestimmten Zeitfensters am Abend geliefert wird. Instant Delivery innerhalb von zwei Stunden ist dagegen nur für jeden Zehnten interessant.

Shopping-Gewohnheiten bilden Wunsch nach Same und Next Day Delivery nicht ab

Aktuell hat jeder zehnte Online-Shopper schon einmal Same Day Delivery in Anspruch genommen – bei den besonders technologie- und onlineaffinen Zielgruppen der Heavy-Online-Shopper und Smart Consumer liegt der Anteil der Same-Day-Nutzer jedoch mehr als doppelt so hoch. Die Kurzstudie zeigt zudem, dass insgesamt jeder fünfte Online-Shopper sein Paket gerne am selben oder spätestens am Tag nach der Bestellung erhalten würde. Aber: Die Shopping-Gewohnheiten verhindern diese Geschwindigkeit oft, denn fast die Hälfte der Befragten kauft erst ab 18 Uhr im Netz ein – die Lieferung am nächsten oder sogar am selben Tag können Händler dann oft nicht mehr umsetzen.

„Selbst wenn Händler ihre Pakete erst am späten Abend im Logistik-Center einschleusen, ist eine Zustellung am folgenden Werktag durchaus möglich. Klar ist aber: Je schneller und präziser ein Versand sein soll, desto höher sind der technische und operative Anspruch und somit auch die Kosten, die für den Transport entstehen. Um Erwartungen nicht zu enttäuschen, sollten Händler daher transparent kommunizieren, unter welchen Voraussetzungen Kunden Same oder Next Day Delivery in Anspruch nehmen können“, sagt Thomas Horst, Geschäftsführer Sales bei Hermes Germany.

Innovative Zustellkonzepte treffen bei Online-Shoppern auf Interesse

Nicht nur die taggleiche Lieferung, auch innovative Zustellkonzepte sind noch nicht weit verbreitet. Dennoch werden neue, auch abstrakt wirkende Zustelllösungen durchaus als nützlich bewertet. So geben Online-Shopper Paketkastenanlagen in Mehrfamilienhäusern im Schnitt einen Nützlichkeitswert von 56 von 100 möglichen Punkten – knapp 16 Prozent der Online-Shopper schreiben diesen Anlagen sogar 95 Punkte oder mehr zu und beschreiben sie damit als äußerst nützlich. Paketkästen für Einfamilienhäuser oder Pakettaschen für die Haustür erhalten in puncto Nützlichkeit durchschnittlich 54 bzw. 48 Punkte. Etwas verhaltener blicken Online-Shopper noch auf Roboter, Drohne oder Kofferraumlieferung: Diese Optionen schätzen die Befragten aktuell mit einer Nützlichkeit zwischen 25 und 33 Punkten ein.

„Für Smart Consumer, die wir als Early Adopter sehen, sind innovative Lieferkonzepte überdurchschnittlich spannend. Welche Lösungen sich tatsächlich durchsetzen werden, bleibt abzuwarten. Ein wichtiger Knackpunkt ist die einfache Handhabung. Diese ist zwingend notwendig, damit die Zustellung für Online-Shopper auch wirklich schneller oder bequemer wird“, so Sabine Buschmann, Senior Projektmanagerin am ECC Köln.

Über die Kurzstudie

Für die Kurzstudie „Klick auf den ersten Blick – Wie Onlinehändler Kunden richtig ansprechen und mit Versand- und Lieferservices für sich gewinnen“ hat das ECC Köln gemeinsam mit Hermes rund 1.000 Online-Shopper befragt. Im Fokus der Kurzstudie stehen folgende Fragestellungen:

Wie…

  • und wo informieren sich Online-Shopper vor dem Kauf im Netz?
  • gelingt die Kundenansprache über Marktplätze und Social Media?
  • können Onlinehändler bei Versand und Lieferung punkten?
  • bewerten Online-Shopper innovative Zustellkonzepte?

Die Kurzstudie kann auf der Website von Hermes kostenfrei heruntergeladen werden: http://www.hermesworld.com/create-ecommerce

Studie: Händler kennen neue Datenschutzgrundverordnung nicht

Der Termin zur Umsetzung der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) rückt immer näher. Ab 25. Mai 2018 müssen alle Regelungen, die die Neuauflage der Verordnung vorsieht zwingend von allen Unternehmen umgesetzt werden. Die aktuelle Händlerbund-Studie zeigt allerdings, viele Händler haben noch nie von der DSGVO gehört.

Studie zur neuen Datenschutzgrundverordnung 2018

Studie zur neuen Datenschutzgrundverordnung 2018

Jeder dritte Händler ahnungslos

Der Händlerbund hat eine Studie unter 380 Teilnehmern durchgeführt, die alarmierende Ergebnisse zeigt. Denn die Mehrzahl von etwa drei Viertel der befragten Händler (72 Prozent) würden sich in Sachen DSGVO als Ahnunglose oder Anfänger mit geringen Kenntnissen bezeichnen. Nur fünf Prozent wissen bereits auf dem Gebiet bescheid und sind mitten in der Umsetzung neuer Vorschriften. Vom Sinn der neuen Vorschriften sind nur sieben Prozent der Befragten wirklich überzeugt, sie halten das Thema Datenschutz für wichtig. Für 26 Prozent gilt, dass die bisherigen Vorschriften ausreichend waren und eine Neuauflage überflüssig ist. Über die Hälfte (53 Prozent) zeigt sich gleichgültig und gibt keine Wertung ab.

Sanktionen bei Verstoß werden unterschätzt

Laut den Ergebnissen der Studie fühlt sich nur jeder zehnte Händler sehr gut oder ausreichend für die neue DSGVO gewappnet. Bei allen übrigen Befragten herrscht Unsicherheit und die große Mehrzahl von 52 Prozent fühlt sich nicht bereit, die neuen Anforderungen ab Mai 2018 zu erfüllen. Besonders gefährlich dabei: Die zu erwartenden Sanktionen bei Nichteinhaltung werden sehr unterschätzt. Während ein Viertel glaubt, mit geringen Bußgeldern oder straffrei davon zu kommen, wissen etwa 30 Prozent, dass hohe Geldstrafen drohen. Tatsächlich werden Sanktionen gemäß Art. 84 der DSGVO verhängt. Sie betragen bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im vorherigen Geschäftsjahr.

Umfangreiche Änderungen stehen an

Auf die Frage hin, welche Bereiche der DSGVO besonders für das eigene Geschäft relevant sind, wurde mit Abstand (74 Prozent) am meisten der Umgang mit Kundendaten genannt. Die neue DSGVO sieht umfangreiche Änderungen vor, um die Rechtslage zu vereinheitlichen und den Datenschutz auf die Digitalisierung anzupassen. Mit der neuen DSGVO gelten unter anderem Datenschutzregeln EU-weit einheitlich, wobei die Mitgliedsstaaten weiterhin Spielraum für Erweiterungen haben.

Die Ergebnisse der Händlerbund-Studie zur neuen Datenschutzgrundverordnung 2018 sind in einer Infografik zusammengefasst. Mehr über die Datenschutzgrundverordnung lesen Sie hier.

Müssen Kunden beigefügte Retourscheine verwenden?

Eine der wesentlichen Änderungen, die die Verbraucherrechterichtlinie mit sich brachte, betraf die Rücksendekosten im Falle des Widerrufs. Anders als bisher sind sie grundsätzlich vom Verbraucher zu tragen. Unkomplizierte Retourenprozesse steigern jedoch die Kaufbereitschaft, so dass viele Händler darauf verzichtet haben, die Rücksendekosten dem Kunden aufzuerlegen, und bieten kostenfreie Retourenlabels an. Aber muss der Kunde diese überhaupt nutzen? Und wie gestaltet sich die Widerrufsbelehrung?

Retourenklausel unter der alten Rechtslage

Nach der alten Rechtslage war eine sorgfältig formulierte Bitte möglich, während die Verpflichtung zur Nutzung eines bestimmten Versandwegs eine unzulässige Einschränkung des Widerrufsrechts darstellte und somit unzulässig war. So wurde z.B. die Klausel „Wichtiger Hinweis: Bitte […] legen Sie den beigefügten Rücksendeschein ausgefüllt dazu und verwenden Sie für die Rücksendung den Retourenaufkleber“ vom OLG Hamm (Urt. v.10.12.2004, Az. 11 U 102/04) verworfen.

Der Grund für diese Rechtsprechung lag in der sog. 40-Euro-Klausel. Danach durften dem Verbraucher die Rücksendekosten nur dann auferlegt werden, wenn der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40 Euro nicht überstieg oder wenn bei einem höheren Preis der Verbraucher die Gegenleistung oder eine Teilzahlung zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht erbracht hatte. Im Übrigen hatte der Händler die Kosten der Rücksendung zu tragen.

Da der Verbraucher nur in Ausnahmefällen die Rücksendekosten zu tragen hatte, konnte er grundsätzlich die Ware sogar unfrei an den Händler zurückschicken. Die Verpflichtung zur Nutzung eines Retourenlabels war im Vergleich zu seinen gesetzlichen Rechten eine Benachteiligung.

Was hat sich geändert?

Nach der ausdrücklichen Regelung des § 357 Abs. 6 Satz 1 BGB trägt jetzt der Verbraucher die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren. Voraussetzung ist allerdings, dass er vom Unternehmer wirksam darüber vor Abgabe der Bestellung informiert wurde.

Vor besondere Herausforderungen gestellt sind in diesem Zusammenhang die Verkäufer von Speditionswaren. Denn sie müssen dem Kunden darüber hinaus die anfallenden Rücksendekosten konkret mitteilen. Eine genaue Ermittlung ist jedoch kaum möglich, wenn der Händler die Rücksendung nicht selbst organisiert.

Ob dies den Händler berechtigt, den Verbraucher zu verpflichten, die Retourenlabels zwingend zu verwenden, wurde von der Rechtsprechung bisher nicht entschieden. Dafür spricht, dass der Kunde dadurch finanziell besser gestellt wird. Dies kann den Nachteil ausgleichen, der ihm dadurch entsteht, dass er ein bestimmtes Versandunternehmen aufsuchen muss. Gleichzeitig muss man jedoch beachten, dass dieser Aufwand je nach Wohnlage des Verbrauchers sehr unterschiedlich sein kann. In Ballungszentren dürfte es sicherlich unerheblich sein, von welchem Logistikunternehmen die Labels stammen. Anders ist die Frage bei abgelegenen Ortschaften zu beurteilen, wo der nächste Paketshop mehrere Kilometer entfernt sein kann. Gerade für kleine Online-Händler ist es in der Praxis sehr schwierig, bei dieser Frage zwischen den verschiedenen Kundengruppen zu differenzieren und eine entsprechende Verpflichtung ohne Risiko zu vereinbaren.

Einfaches Angebot an den Kunden reicht aus

Dies ist aber auch nicht nötig. Durch ein einfaches Angebot zur Nutzung des Retourenlabels sind die Interessen des Händlers ausreichend geschützt. Nimmt der Kunde dieses Angebot nicht an, dann muss er die Ware auf eigenen Kosten zurückversenden. Dadurch wird der Händler nicht schlechter gestellt, als wenn der Kunde das Retourenlabel genutzt hätte. Denn anders als nach der früheren Rechtslage ist der Kunde nicht berechtigt, die Ware unfrei zurückzusenden.

Wie belehrt man richtig?

Aber auch bei dieser Lösung besteht die Schwierigkeit wohl darin, darüber zu informieren, da in der Musterbelehrung solche Differenzierungen nicht vorgesehen sind. Viele Händler versuchen, auf die kostenlosen Retourenscheine bereits im Rahmen der Widerrufsbelehrung hinzuweisen. Dann stellen sie aber fest, dass die Musterbelehrung keine Differenzierung vorsieht. Entweder trägt der Kunde die Kosten der Rücksendung oder der Händler erklärt sich dazu bereit. Modifiziert man das Belehrungsmuster, entfällt die gesetzliche Privilegierung. Dies bringt für den Online-Händler ein schwer kalkulierbares Risiko mit sich. Abmahnungen drohen dann nicht nur wegen der Information zu den Rücksendekosten, sondern auch wegen weiterer unklarer Begriffsbestimmungen, die der Gesetzgeber selbst verwendet.

Da bei einem einfachen Angebot des Händlers der Kunde weiterhin zur Tragung der Rücksendekosten verpflichtet bleibt, so ist dies in der Widerrufsbelehrung durch die Verwendung des entsprechenden Gestaltungshinweises („Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren“) zu kommunizieren.

Im Anschluss an die Widerrufsbelehrung oder in den AGB kann der Händler dann auf die kostenfreien Retourenlabels hinweisen und die Bedingungen für ihre Inanspruchnahme regeln. Ein Widerspruch zu der Widerrufsbelehrung entsteht dabei nicht, da der Kunde selbst darüber entscheidet, ob er das Angebot annimmt oder nicht.

Fazit

Man muss kein unnötiges Abmahnrisiko eingehen und Kunden zur Verwendung von Retourenlabels verpflichten. Die Interessen des Händlers sind ausreichend geschützt, wenn das Angebot freiwillig gestaltet wird. Es empfiehlt sich, die Nutzung der Retourenlabels außerhalb der Widerrufsbelehrung zu regeln. Für die richtige Formulierung sollte anwaltlicher Rat eingeholt werden – dann ist man jedenfalls auf der sicheren Seite.

(Quelle: Pressemitteilung der Trusted Shops GmbH vom 09.08.2017)

Kommunikation mit der Generation Z

So erreicht man die neue Kaufkraft

Menschen, die im Jahr 1995 oder später geboren sind (auch Generation Z genannt), entscheiden auch über die Zukunft von Online-Shops. Bis 2020 werden sie einen großen Teil des Umsatzes ausmachen. Oder eben nicht, wenn man diese kaufstarke Generation nicht für sich gewinnen kann. Damit Online-Shops auch in den nächsten Jahren weiterhin florieren, sollte man in diese künftige Generation investieren.

Die Entscheider über die Onlineshops der Zukunft: Generation Z

Die Entscheider über die Zukunft der Online-Shops: Generation Z

Gewinnen Sie die Aufmerksamkeit in 8 Sekunden

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Sie 8 Sekunden Zeit haben, um die Aufmerksamkeit von Angehörigen der Generation Z zu gewinnen. Wer von klein auf aus allen Richtung mit Werbung und Handlungsaufrufen konfrontiert wird, entwickelt irgendwann einen gnadenlosen Filter. Dieser antrainierte 8-Sekunden-Filter sorgt dafür, dass innerhalb kürzester Zeit entschieden wird, ob es sich lohnt etwas Aufmerksamkeit zu schenken oder nicht.

Binnen dieser Zeit muss klar werden,

… worum es geht,

… welchen Nutzen es bringt,

… wie es Unterhalten kann.

Und das innerhalb 8 Sekunden. Eine schwierige Herausforderung.

Das Smartphone ist das primäre Kommunikationsinstrument und erlaubt der Generation Z mit mehreren Freunden gleichzeitig zu kommunizieren, etwas zu Online-Gemeinschaften beizutragen und Medien zu konsumieren. Und das auf mehreren Plattformen (Facebook, Instagram, Musical.ly, Snapchat, YouTube, etc.)!

Es ist schwierig genug eine Plattform ausreichend zu bespielen, gleich mehrere parallel scheint unmöglich. Besonders wenn der Shop alleine geführt wird oder nur eine Hand voll Mitarbeiter zu Verfügung steht, die schon mit anderen Aufgaben ausgelastet sind.

Tipp: Als Einzelkämpfer sollte man ausprobieren, welche Plattform am ehesten zum Shop passt und sich auf diese konzentrieren, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Auf Trends und aufkommende Plattformen sollte man stets achten, um auch diese für den Shop nutzen zu können.

Kommunikation auf einem Level

Der menschliche Faktor ist der Generation Z erstaunlich wichtig. Wenn sie das Gefühl hat, dass sie mit einem Unternehmen kommunizieren können und wertgeschätzt werden, werden die Zetts zu loyalen Fans und Kunden. Das lässt sich erreichen, indem auf Fragen und Kommentare eingegangen wird, die sich unter Social Media-Posts sammeln. Standardantworten werden dabei abgestraft, ein menschlicher, persönlicher Zugang dagegen honoriert.

Tipp: Man sollte sich selber nicht zu ernst nehmen. Selbst aufs Korn nehmen wirkt sympathisch.

Doch nicht nur die Art der Kommunikation ist wichtig, sondern auch das Aussehen.

Eine Generation, die noch vor dem ersten Kuss ein Smartphone besitzt, lässt sich nicht von einem Online-Shop beeindrucken, der so aussieht, als wäre er vor 10 Jahren das letzte Mal aktualisiert worden. Zetts shoppen von allen anderen Generationen am wahrscheinlichsten auf einem mobilen Gerät. Deswegen sollte sich ein modernes, einheitliches Design mit hohem Wiedererkennungswert vom Shop bis zu den Postings erstrecken.

Die Menschen hinter dem Shop

Kunden, und besonders Zetts, wollen menschlich und als Individuen behandelt werden. Ein unpersönlicher Online-Shop ohne Wiedererkennungswert geht in der Masse unter. Damit sich Online-Shops abheben können, sollten man an der Persönlichkeit des Shops arbeiten. Kunden sollte man an der Geschichte des Shops teilhaben lassen, die Menschen zeigen, die im Shop und Support arbeiten. Das erzeugt Sympathie und sorgt dafür, dass sich die Z-Kunden mit dem Shop identifizieren können.

Eine Umfrage hat gezeigt, dass ca. 63% der Generation Z echte Menschen in Werbeanzeigen bevorzugen und nur knapp 37% Werbung mit Promis. Anstatt also auf perfekte Models zu setzen, kann eine Kampagne mit Fotos von zufriedenen Kunden und Influencern einen deutlich größeren ROI produzieren.

Influencer Marketing ist eines der Buzz-Wörter 2017. Aus einem gutem Grund. Es funktioniert. Influencer wirken echt und werden idolisiert, da sie ihre Meinung offen kundtun. Einen Markenbotschafter zu gewinnen, der zur Branche des Online-Shops passt, wird helfen, dass der Online-Shop im Ansehen der Zetts steigt.

So erreicht man die Generation Z

Die Social Media Posts sollten so gestaltet sein, dass sie eine Reaktion auslösen. Fragen nach Meinung, Verbesserungsvorschlägen und Wünschen sind erwünscht — so kann man auch eine Diskussion, also Engagement entfachen.

Hier ein paar Beispiel-Postings, die dafür sorgen können, dass ein Post kommentiert, geteilt und geliked wird:

  • Der HowTo-Post: Zeigt, was mit den Produkten alles möglich ist und wie vielseitig sie eingesetzt werden können.
  • Der Frage-Post: Welches der Outfits ist besser? Was ist das Must-Have Produkt des Sommers? Was würdest du tun, wenn _____? Entweder… oder?
  • Der Bild-Post: Lustige/Emotionale Bilder, die zur Branche und zum Shop passen.
  • Der Zitat-Post: Ein positives Zitat, dass irgendwie relevant zu dem ist, was man verkauft.
  • Der Gewinnspiel-Post: Markiere den besten Freund/die stylischste Person/den besten Handwerker/… für die Chance einen 50€-Shopping-Gutschein zu gewinnen!

Ob man die jüngeren Kunden per E-Mail oder Messenger Bot anspricht, der richtige Ton ist entscheidend. Duzen anstatt zu Siezen, freundlich anstatt geschäftlich — das kommt bei vielen Zetts besser an als eine formelle, unpersönliche Art der Kommunikation.

Fazit

Wer neue Kunden aus der Generation Z gewinnen will, sollte sein Marketingkonzept anpassen. Die gute Nachricht: Vieles von dem, worauf Zetts wert legen, kommt auch gut bei anderen Generationen an.

Die erfolgsversprechende Quintessenz dieses Artikels sollte folgendes sein:

  • Offene Kommunikation, auf Augenhöhe mit den Kunden
  • Sichtbare Wertschätzung des Kunden
  • Entwicklung eines „Gesichts“ hinter dem Shop

(Quelle: Pressemitteilung der Trusted Shops GmbH vom 04.08.2017)

Neue Shopware Version 5.3 veröffentlicht: Ein Release im Zeichen des Menschen

Der Softwarehersteller Shopware hat heute seine neue Version 5.3 veröffentlicht. Wie auf dem diesjährigen Shopware Community Day angekündigt, steht dieses Release unter dem Leitthema „Customer Centricity“: Das System muss erfüllen, was sich die Kunden und Shopbetreiber wünschen. In diesem Fall antwortet Shopware auf die Bedürfnisse der Community mit drei neuen Top-Features: Einkaufswelten-Vorlagen, Customer Streams und erweiterte Filterfunktionen.

Seit der Version 5.2 sind über 750 Vorschläge aus dem Shopware-Universum umgesetzt worden, womit Shopware ein weiteres Ausrufezeichen in Richtung kundenorientierter Entwicklung setzt. „Unsere Kunden wissen, woran es dem modernen Shoppingerlebnis noch mangelt. Auf diese Empfehlungen müssen wir eingehen und Shopware entsprechend weiterentwickeln“, sagt Stefan Hamann, Vorstand der shopware AG.

Die wichtigsten Neuerungen von Shopware 5.3 im Detail:

Vorlagen für Einkaufswelten

Schon lange sind emotionale Einkaufswelten ein elementares Alleinstellungsmerkmal von Shopware. Ab der Version 5.3. können Einkaufswelten jetzt exportiert und nach Belieben in andere Shops importiert werden. Erstellte Einkaufswelten-Vorlagen bieten so die Möglichkeit, für jeden Shop individuellen Content auf Basis vorhandener Strukturen abzubilden.

Eines der drei neue Top-Features von Shopware 5.3: Einkaufsweltenvorlagen

Eines der drei neue Top-Features von Shopware 5.3: Einkaufsweltenvorlagen

Im Standard liefert Shopware sieben Vorlagen mit aus. Davon sind vier ab der kostenfreien Community Edition enthalten und drei weitere ab der Professional Edition. Zudem können Einkaufswelten-Vorlagen nun auch über den Community-Store angeboten und bezogen werden.

Neue Filter und Sortierung

Als neues Modul unter den Grundeinstellungen ist der Punkt „Filter/Sortierung“ zu finden. Hier kann der Shopbetreiber festlegen, wie seine Produkte innerhalb einer Kategorie sortiert werden sollen oder welche Sortierungen generell angeboten werden. Filter können ebenfalls individuell erstellt werden und zum Beispiel aus mehreren Eigenschaften oder Product Stream Kriterien bestehen. Die Filterung passiert jetzt auf Wunsch auch live. Da die Ansicht per Ajax aktualisiert wird, ist kein Seitenreload mehr notwendig. Im Standard ist es nun auch möglich, dass die Filterungen links in die Navigation gesetzt werden.

Über Product Streams zu den Customer Streams

Die Product Streams sind seit Shopware 5.2 fester Bestandteil in Shopware. Das Prinzip dieser Streams, also auf Basis von Eigenschaften das Sortiment dynamisch zu filtern, wurde nun auch auf die Kundenebene übertragen. So können Kunden jetzt einfach nach ihrem Kaufverhalten in sogenannte Customer Streams gefiltert werden und anschließend mit spezifischen Angeboten, in Form von Bannern auf der Startseite oder Gutscheinen, individuell angesprochen werden. Auf Grund eines neuen Login-Cookies erkennt der Shop einen Kunden beim nächsten Besuch sogar wieder, sofern er sich vorher nicht explizit ausgeloggt hat.

Ein weiteres Top-Feature: Customer Streams

Ein weiteres Top-Feature: Customer Streams

Shopware ERP wächst an Funktionen

Mit der Shopware 5.2 wurde das Shopware ERP powered by Pickware integraler Bestandteil der kommerziellen Shopware-Versionen. Pünktlich zum Release der Shopware 5.3 vergrößert sich der Umfang um einige neue Funktionen. Damit auch immer Artikel auf Lager sind, wenn Kunden eine Bestellung tätigen, gibt es jetzt die „Intelligente Bestandsplanung“. Mehrere Lager unterstützt Pickware schon seit einiger Zeit, jetzt kommt noch die „Chaotische Lagerhaltung“ hinzu, sodass Produkte nicht mehr immer am gleichen Platz aufbewahrt werden müssen. Ein weiterer Wunsch der Community wird mit der Möglichkeit des „Click & Collect“ erfüllt – Bestellungen werden im Shop abgeschlossen, die Produkte können jedoch später im stationären Ladengeschäft abgeholt werden.

Was sich noch getan hat

Shopware hat mit der Version 5.3 den Core weiter verschlankt. Insgesamt konnten 60% des Zend-Frameworks entfernt werden. Dabei handelt es sich um Bestandteile, welche Shopware in der aktuellen Linie nicht mehr nutzt. Auch im Frontend PHP und Theme-Bereich konnten viele Optimierungen Einzug halten. Dies macht sich unter der Haube bemerkbar, denn Google Page Speed, ein Indikator für die Geschwindigkeit einer Internetseite, zeigt einen Anstieg um bis zu 40 Punkte an. Zusätzlich wurden die altbekannten Captcha-Absicherungen technisch und funktionell neu umgesetzt. Ganz neu ist dabei auch die sogenannte Honeypot-Lösung, bei der es sich um eine unsichtbare Abfrage handelt.

Zugewiesene Bilder können ab sofort über den Medienmanager direkt ersetzt werden. Umwege über den Artikel sind nicht mehr notwendig. Mit einem innovativen 3D-Plugin, welches auf GitHub zur Verfügung steht, können Shopbetreiber außerdem zukünftig ganz einfach 3D-Content in ihrem Shop ausspielen.

Das Fazit der Shopware 5.3

Mit einigen Neuheiten hat Shopware das „Age Of The Customer“ eingeläutet. Sowohl im B2C, als auch im B2B-Handel bieten sich den Shopbetreibern viele neue Möglichkeiten, die den Onlinehandel noch weiter vereinfachen. Die klare Orientierung und der Schritt in Richtung Zukunft sind damit gesetzt. Der Endkunde muss so einfach und komfortabel wie nie im Onlineshop bestellen können.

Download Shopware Version: 5.3.0

9. E-Commerce Geschäftsklimaindex: E-Commerce im Sommerloch

plentymarkets Händler stellen sich gegen den Trend

Wie bereits in den beiden Vorjahren lässt die positive Stimmung im E-Commerce auch 2017 in der Sommerumfrage nach, und der plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex sinkt auf 64,93 Punkte. Das Ergebnis bleibt dennoch weiterhin deutlich im positiven Bereich zwischen 50 und 100 Punkten (*). Betrachtet man hingegen nur das Ergebnis der plentymarkets Händler in der Auswertung, so stellen sie sich gegen den Trend: Ihr Stimmungswert steigt auf 69,19 Punkte.

Der 9. plentymarkets Geschäftsklimaindex.

Der 9. plentymarkets Geschäftsklimaindex.

Die Analyse des 9. plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex lässt erkennen, dass vor allem die aktuelle Lage von den Händlern weniger positiv eingeschätzt wird als noch in der vorigen Umfrage. Der Anteil der Händler, die ihre Lage positiv bewerten, sinkt von 42% im Frühjahr auf 33% in der aktuellen Erhebung. Mehr Teilnehmer als zuletzt beurteilen ihre momentane Situation als schlecht: Hier steigt der Anteil von 15% auf 20%. Demgegenüber bleiben die neutralen Stimmen bei einem Prozentsatz von 46% gegenüber 43% in der letzten Umfrage beinahe gleich.

Insgesamt geht die Stimmung also leicht zurück. Dennoch lässt sich weiterhin sagen, dass mit 55% eine Mehrheit der Händler den nächsten 6 Monaten optimistisch entgegenblickt.

Mehr kleine Betriebe Stufen Lage als schlecht ein

Neben dem typischen Stimmungsrückgang im Sommerloch fällt auf, dass die Zahl kleiner Betriebe, die ihre Lage oft als schlecht einstufen, gegenüber den teilnehmenden größeren Unternehmen merklich angestiegen ist. Deren Anteil stieg um 13% auf 26%, sodass ein Viertel der Teilnehmer des 9. Index 1-Personen-Unternehmen waren.

Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer (58%) beschäftigt aber auch im 9. Index 1 bis 10 Mitarbeiter. Am stärksten waren unter den Umfrageteilnehmern die Branchen Kleidung/Schuhe/Accessoires (19%) und Heimwerken/Werkzeuge/Gartengeräte (10%). Den dritten Platz belegten Heim- und Haushaltswaren (8%) vertreten.

Einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen finden Sie unter:

https://www.plentymarkets.eu/knowledge/whitepaper/

plentymarkets bedankt sich herzlich bei allen, die an der Befragung teilgenommen haben. Gemeinsam mit shopanbieter.de wird der plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex alle drei Monate erhoben, um damit ein verlässliches Stimmungsbarometer zur künftigen Marktentwicklung im E-Commerce zu etablieren. Der 9. plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex wurde zudem vom Händlerbund gesponsert.

dmexco 2017: Shopware kommt mit Version 5.3 und Customer Centricity

Die shopware AG wird in diesem Jahr mit ihrem bisher größten Stand auf der dmexco in Köln ausstellen. Mit im Gepäck hat der Shopsystemhersteller zum ersten Mal die brandneue Version Shopware 5.3 und 14 Co-Aussteller. Von Beginn an ist die shopware AG als Aussteller auf Deutschlands wichtigster Messe für das digitale Marketing vertreten. Die dmexco verzeichnete im vergangenen Jahr eine Rekordbesucherzahl in Höhe von 50.000.

Die shopware AG wird in diesem Jahr mit ihrem bisher größten Stand auf der dmexco in Köln ausstellen. Mit im Gepäck hat der Shopsystemhersteller zum ersten Mal die brandneue Version Shopware 5.3 und 14 Co-Aussteller.

Die shopware AG wird in diesem Jahr mit ihrem bisher größten Stand auf der dmexco in Köln ausstellen.

Auf dem Shopware Community Day wurde die neue Version 5.3 erstmalig vorgestellt. Seit diesem Tag stand eine Vorab-Version, der „Release Candidate“, zum Download zur Verfügung. Pünktlich zur dmexco wird Shopware die finale Version an seinen Countern präsentieren. Das Release, das ganz im Zeichen der Customer Centricity steht, bringt einige neue Top-Features mit sich. Das bekannte Einkaufswelten-Tool etwa wurde so erweitert, dass sich jetzt auch fertige Welten in andere Shops exportieren lassen. Die neuen Customer Streams bieten Shopbetreibern überdies die Möglichkeit, ihre Kunden nach bestimmten Eigenschaften zu filtern und so mit individuellem Content und Angeboten zu beliefern. Das dritte Highlight sind die überarbeiteten Filter. Neben den bekannten Funktionen lassen sich jetzt auch individuelle Sortierungen definieren und eigene, aus mehreren Attributen zusammengesetzte Filter erstellen.

Standparty nach dem ersten Messetag

Während der zweitägigen Veranstaltung werden wieder zahlreiche Speaker über die Neuheiten der digitalen Welt berichten. Auch Shopware hat hier einen Beitrag mit den bereits aus den Vorjahren bekannten Rednern Stefan Zessel und Philipp Scharlau.

Zu den Co-Ausstellern zählen in diesem Jahr die Agenturen best it, Portaltech Reply, communicode, NEXUS Netsoft, RHIEM Intermedia, Neofonie, KOMMERZ, IANEO und hmmh. Ergänzt werden diese durch die Technologie-Partner Apptus, SendCloud, Pickware, Profihost und Tradebyte.

Am Ende des ersten Messetages lädt Shopware auch in diesem Jahr wieder zur Standparty, mit „Beats, Bier und Currywurst. Beginn ist um 18.30 Uhr.
Für jeden, der sich die neuen Features der Version 5.3 zeigen lassen möchte, gibt es unter shopware.com/dmexco/ die Chance, sich einen Termin am Stand zu sichern. Außerdem sind dort nochmals alle relevanten Informationen aufgelistet. Shopware ist in Halle 7, Stand C048 zu finden.

Gebühren für Zahlungsmittel – Was man darf und was nicht!

Auch nach der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie ist es möglich, Zuschläge für bestimmte Zahlungsarten zu verlangen. Die Zulässigkeit solcher Zuschläge ist jedoch an gewisse Voraussetzungen gebunden. Worauf kommt es dabei an? Wie hoch dürfen die Gebühren sein? Diese und andere Fragen werden von Rechtsexpertin Tanya Stariradeff beantwortet.

 

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Voraussetzungen für Zahlartgebühren

Ein Shopbetreiber kann gem. § 312a Abs. 4 BGB unter zwei Voraussetzungen Zuschläge für die Verwendung bestimmter Zahlungsarten verlangen:
Es muss eine gängige und zumutbare unentgeltliche Zahlungsart angeboten werden.
Der vereinbarte Zuschlag für die Zahlungsart darf nicht über diejenigen Kosten hinausgehen, die durch die Nutzung dieses Zahlungsmittels entstehen.
Die Frage, welche Zahlungsmittel diese Bedingungen erfüllen, ist jedoch nicht einfach zu beantworten. Mehrere Gerichtsentscheidungen haben sich inzwischen mit diesem Thema beschäftigt.

Welche Zahlungsmittel sind gängig?

Ein Zahlungsmittel ist gängig, wenn es unter den Verbrauchern weit verbreitet ist. Diese Voraussetzung erfüllen jedenfalls die Barzahlung, die Überweisung, der Kauf auf Rechnung, die Lastschrift oder verbreitete Kreditkarten.

Mehrere Urteile betreffen die Frage, ob bestimmte Arten von Kreditkarten gängig sind. Für folgende Kreditkarten wurde entschieden, dass sie diesen Anforderungen nicht genügen:

  • Visa Entropay (LG Berlin, Urt. .v. 12.1.2016 – 15 O 557/14 und LG Hamburg, Urt. v. 1.10.2015 – 327 O 166/15)
  • Visa Electron und MasterCard Gold (LG Leipzig, Urt. v. 14.7.2015 – 05 O 3326/14)
  • Viabuy Prepaid MasterCard (LG Hamburg, Urt. v. 18.11.2016 – 315 O 28/16).

Welche Zahlungsmittel sind zumutbar?

Ob ein Zahlungsmittel zumutbar ist, hängt vor allem von der Frage ab, ob seine Verwendung für den Verbraucher Mehraufwand bedeutet oder ob z.B. Sicherheitsaspekte dagegen sprechen. Nicht zumutbar sind die Kreditkartensysteme Visa Electron und „fluege.de MasterCard Gold“ (LG Dresden, Urt. v. 3.2.2015 – 14 U 1489/14). Hier kann nicht von einem zumutbaren Aufwand für den Verbraucher ausgegangen werden, da entweder zuvor eine Prapaid-Karte aufgeladen werden muss oder überhaupt erst der Abschluss eines gesonderten Kreditkartenvertrags notwendig ist.

Nicht abschließend geklärt ist jedoch, ob die Sofortüberweisung diese Voraussetzung erfüllt. Die erste Instanz (LG Frankfurt a.M., Urt. v. 24.6.2015 – 2-06 O 458/14) stufte die Sofortüberweisung ausdrücklich als gängige, aber nicht zumutbare Zahlungsart ein. Der Grund hierfür war, dass der Verbraucher einem Dritten seine Kontozugangsdaten zur Verfügung stellen muss. Der Kunde könne nicht gezwungen werden, seine Finanzdaten einem Sicherheits- oder Missbrauchsrisiko auszusetzen. Dieser Einschätzung widersprach jedoch das OLG Frankfurt (Urt. v. 24.8.2016 – 11 U 123/15). Das Gericht hat festgestellt, dass keine konkreten Missbrauchsrisiken bestünden. Allgemeine Missbrauchsrisiken reichen nach Auffassung des Gerichts jedenfalls nicht, denn diesen seien Verbraucher im Internet generell ausgesetzt. Allerdings ist das letzte Wort in dieser Frage noch nicht gesprochen, denn die Revision wurde zugelassen und damit ist zu erwarten, dass sich der BGH mit dieser Frage beschäftigen wird.

Höhe der Gebühren

Die Höhe der Gebühren, die für die Nutzung des Zahlungsmittels erhoben werden dürfen, darf nicht höher sein als die Kosten, die dadurch auch tatsächlich entstehen. Auch zu dieser Frage sind bereits mehrere Urteile ergangen. So wurde bereits entschieden, dass Kreditkartengebühren i. H. v. 5 % nicht den Kosten des Zahlungsdienstleisters entsprächen (LG Berlin, Urt. v. 12.1.2016 – 15 O 557/14). Der Kläger hatte hier vorgetragen, dass bei Zahlungen per Kreditkarte maximal 0,8 % bis 2,5 % als Gebühr anfielen. Auch eine Kreditkartengebühr i. H. v. 9,90 € wurde als unzulässig erachtet (LG Leipzig, Urt. v. 14.7.2015 – 05 O 3326/14). In einem anderen Fall wurde eine „Zahlungspauschale“ i. H. v. 7 € erhoben, die konkret 15 % des Gesamtpreises ausmachten (LG Aschaffenburg, Urt. v. 13.7.2016 – 1 HK O 66/15). In allen Fällen konnten die Beklagten nicht beweisen, dass die von ihnen geforderten Kosten tatsächlich entstanden sind.

Verbot von Zahlartgebühren ab Januar 2018

Allerdings wird sich das Thema ab Januar 2018 für bestimmte Zahlungen erledigen, denn der Deutsche Bundestag hat am 1. Juni 2017 das „Gesetz zur Umsetzung der zweiten Zahlungsdiensterichtlinie“ beschlossen. Danach dürfen Händler in Zukunft keine gesonderten Gebühren für Kartenzahlungen, Überweisungen oder Lastschriften verlangen. Das Gesetz tritt allerdings erst zum 13. Januar 2018 in Kraft.

Tipp

Wenn Gebühren für bestimmte Zahlungsarten verlangt werden, muss mindestens eine kostenlose und zumutbare Zahlungsart angeboten werden. Im Zweifel muss der Shopbetreiber beweisen, dass die Höhe der Gebühren den tatsächlich entstandenen Kosten entspricht. Hier ergibt es Sinn, bestimmte Zahlungspauschalen nicht als Zahlartgebühren zu erheben, sondern zuvor in den Kaufpreis einzupreisen – dann ist man auch über den 18. Januar 2018 hinaus auf der sicheren Seite

(Quelle: Pressemitteilung der Trusted Shops GmbH vom 12.07.2017)