8. E-Commerce Geschäftsklimaindex: Händlerstimmung kühlt weiter ab

Mit 66,75 Punkten kühlt sich der 8. Index zum zweiten mal in Folge leicht ab, bleibt aber weiterhin deutlich im positiven Bereich zwischen 50 und 100 Punkten (*)

Der Rückgang betrifft dabei sowohl die Einschätzung der Händler zur aktuellen Lage, als auch ihre Prognose für die nächsten sechs Monate. In beiden Fällen verringert sich der Anteil der positiven Bewertungen, während im Gegenzug der Anteil der negativen Einschätzungen steigt. Der Anteil der neutralen Bewertungen bleibt dabei in etwa gleich.

Ergebnis des 8. plentymarkets Geschäftsklimaindex.

Der 8. plentymarkets Geschäftsklimaindex.

Bei der Analyse der Bewertungen fällt zudem auf, dass sich der Anteil derjenigen deutlich verringert, die in ihrer Einschätzung für die nächsten sechs Monate positiv von ihrer Bewertung der aktuellen Lage abweichen. Während im 7. plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex noch 41,03% der Teilnehmer, die ihre Lage mit “befriedigend” oder “schlecht” bewerteten, in der Bewertung der nächsten sechs Monate eine positivere Wertung abgaben, so waren dies im 8. Index nur noch 31,82%.

Insgesamt liegt der Index zum Frühjahr 2017 relativ deutlich unter den 71,84 Punkten vom Januar 2017. Dennoch lässt sich weiterhin sagen, dass eine knappe Mehrheit der Händler der Jahresmitte 2017 optimistisch entgegen blicken. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer (67,57%) beschäftigt auch im 8. Index 1 bis 10 Mitarbeiter. Am stärksten waren unter den Umfrageteilnehmern die Branchen Kleidung/Schuhe/Accessoires (14,59%) und Heim- und Haushaltswaren (9,73%) Den dritten Platz teilten sich Sport/Freizeit und Möbel mit (8,11%). Generell viel die Verteilung der Teilnehmer über die verschiedenen Branchen diesmal deutlich gleichmäßiger aus.

Einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen finden Sie hier.

plentymarkets bedankt sich herzlich bei allen, die an der Befragung teilgenommen haben. Gemeinsam mit shopanbieter.de wird der plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex alle drei Monate erhoben, um damit ein verlässliches Stimmungsbarometer zur künftigen Marktentwicklung im E-Commerce zu etablieren. Der 8. plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex wurde zudem von Skrill gesponsert.

So funktioniert der plentymarkets Geschäftsklimaindex

(*) Der plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex entspricht üblichen Berechnungen zur Konjunkturerwartung: Die Teilnehmer bewerten ihre aktuelle Situation und ihre Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten mit „gut“, „befriedigend“ oder „schlecht“. Der Index wird anschließend aus den jeweiligen Salden der „guten“ und „schlechten“ Angaben errechnet und anschließend auf einen Bereich von 0 – 100 normiert. Dabei gilt: Werte von 0 bis 50 zeigen an, dass mehr Händler die Lage negativ einschätzen als positiv. Im Bereich 50 – 100 dementsprechend umgekehrt: mehr Händler sehen die Lage positiv als negativ. Der Wert 50 zeigt an, dass zwischen den beiden Positionen ein absolutes Gleichgewicht herrscht.

(Quelle: Pressemitteilung der plentymarkets GmbH vom 20.04.2017)

Nur sechs Prozent aller Käufe sind echte Cross-Channel-Käufe

Multi-Channel-Unternehmen haben ihre Cross-Channel-Services deutlich ausgebaut, aber Kunden nutzen diese bisher kaum. Eine neue Studie des ECC Köln zeigt, welche Bedürfnisse Konsumenten während ihres Einkaufsprozesses haben und offenbart große Kommunikationsschwächen auf Handelsseite.

„Cross-Channel – Quo vadis?“ fragt das ECC Köln in seiner neuen Studie und kommt zu einem vergleichsweise ernüchternden Ergebnis: Nur gut sechs Prozent aller im deutschen Handel getätigten Käufe sind echte Cross-Channel-Käufe. Ein Kanalwechsel, zum Beispiel zwischen einem Ladengeschäft und einem Online-Shop, findet aktuell nur bei rund 45 Prozent aller Käufe statt. Wechseln Konsumenten den Kanal, ist dies nur in knapp 12 Prozent der Fälle ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Vertriebskanälen eines Händlers. Bei den meisten Multi-Channel-Käufen werden verschiedene Anbieter angelaufen.

Kaufarten im Handel in Prozent (Quelle: ECC Köln, 2017).

Kaufarten im Handel in Prozent (Quelle: ECC Köln, 2017).

Unternehmen bauen Cross-Channel-Services deutlich aus

Obwohl echte Cross-Channel-Käufe in der aktuellen Handelsrealität kaum vorkommen, investiert der deutsche Handel kräftig in die Ausweitung und Verzahnung seiner Kanäle. 115 der 179 umsatzstärksten deutschen Handelsunternehmen stationär und online sind Multi-Channel-Händler und mit mehr als einem Vertriebskanal am Markt aktiv. Damit ist der Anteil der Multi-Channel-Händler unter den deutschen Tophändlern seit 2015 von 57 Prozent auf 64 Prozent gestiegen. Auch in den Ausbau der Cross-Channel-Services wurde kräftig investiert. Während 2015 erst 49 Prozent der Multi-Channel-Händler kanalverzahnende Serviceangebote im Programm hatten, bieten heute bereits 71 Prozent der Multi-Channel-Händler unter den deutschen Tophändlern Services wie z. B. „Click&Collect“ oder die „In-Store-Bestellung“ an.

Mangelhafte Kommunikation verhindert Cross-Channel-Umsätze

Trotz der umfangreichen Implementierungsbemühungen: Viele der Cross-Channel-Services scheinen dem Kunden schlicht nicht bekannt zu sein und werden infolgedessen auch nicht genutzt. So gaben lediglich rund 13 Prozent der befragten Konsumenten an, den Begriff „Click&Collect“ zu kennen und auch zu wissen, was dieser bedeutet. Die „In-Store-Bestellung“ kann nicht einmal ein Drittel der Konsumenten richtig einordnen. Lediglich der „Storefinder“ schneidet mit knapp 50 Prozent Bekanntheit halbwegs akzeptabel ab. Und nicht nur das: Vielfach wissen die Kunden nicht einmal, ob der stationäre Anbieter oder der Online-Shop, bei dem sie gekauft haben, über weitere Kanäle vertreibt. So geben beispielsweise rund ein Viertel der Befragten an, nicht zu wissen, ob der Online-Shop, in dem sie gekauft haben, auch über stationäre Filialen verfügt.

„Kundenzentrierung muss auch wirklich beim Kunden starten“, folgert Dr. Eva Stüber, Leiterin Research & Consulting am IFH Köln. „Services müssen so kommuniziert werden, dass der Kunde sie auch versteht, sonst laufen alle Bemühungen um (kanalübergreifende) Umsätze ins Leere.“

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

  • 5,9 Prozent aller Käufe sind Cross-Channel-Käufe.
  • 11,9 Prozent aller Käufe sind Multi-Channel-Käufe beim gleichen Anbieter.
  • 64 Prozent der deutschen Topunternehmen sind Multi-Channel-Unternehmen. 71 Prozent der Multi-Channel-Unternehmen bieten Cross-Channel-Services an.
  • 13,1 Prozent der befragten Konsumenten haben den Begriff „Click&Collect“ schon einmal gehört und wissen, was er bedeutet.
  • 27,9 Prozent der befragten Konsumenten haben den Begriff „In-Store-Bestellung“ schon einmal gehört und wissen, was er bedeutet.
  • 49,5 Prozent der befragten Konsumenten haben den Begriff „Storefinder“ schon einmal gehört und wissen, was er bedeutet.
  • 25,6 Prozent derjenigen, die einen Onlinekauf getätigt haben, wissen nicht, ob der gewählte Anbieter auch über eine stationäre Filiale verfügt.

Über die Studie

Die Studie „Cross-Channel – Quo vadis?“ des ECC Köln zeigt u. a., welche Bedürfnisse Konsumenten während ihres Einkaufsprozesses haben, wie groß der Gap zwischen Cross-Channel-Angeboten und ihrer tatsächlichen Nutzung wirklich ist und wie stark Amazon das Konsumentenverhalten schon heute steuert. Dabei werden einzelne Branchen, Zielgruppen und Kaufsituationen detailliert unter die Lupe genommen. Grundlage der Studie ist eine Befragung von 1.500 Konsumenten im März 2017.

Die Studie kann im IFH-Online-Shop bestellt werden: https://www.ifhshop.de/ECC-Cross-Channel-Studie

(Quelle: Pressemitteilung des ECC Köln vom 10.04.2017)

Warenkorberinnerung: Abmahnfalle oder zulässiges Marketinginstrument?

Ein potentieller Kunde stöbert in einem Online-Shop, füllt den Warenkorb, gibt seine Adresse ein…und bestellt im letzten Moment dann doch nicht. Dies ist für Händler ärgerlicher Alltag. Da scheint es naheliegend, Nutzer an ihren noch nicht bestellten Warenkorb zu erinnern. Doch sind solche E-Mails überhaupt zulässig? Madeleine Pilous, Rechtsexpertin bei Trusted Shops, nimmt das beliebte „Marketingmittel Warenkorberinnerung“ aus rechtlicher Sicht etwas genauer unter die Lupe.

Grundsatz: Werbung nur mit Einwilligung

Die Nutzung einer E-Mail-Adresse für Werbung ist grundsätzlich nur dann zulässig, wenn der Nutzer hierin eingewilligt hat. Dies beruht auf dem datenschutzrechtlichen Verbot mit Erlaubnisvorbehalt, nach dem eine Datenverwendung, welche nicht gesetzlich legitimiert ist, einer Einwilligung bedarf. E-Mail-Werbung ohne eine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten stellt darüber hinaus eine unzumutbare Belästigung nach § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG dar.

Die Nutzung steht unter den Voraussetzungen, dass der Nutzer seine Einwilligung bewusst und eindeutig erteilt hat, die Einwilligung protokolliert wird und der Nutzer den Inhalt der Einwilligung jederzeit abrufen kann. Weiter muss der Nutzer darauf hingewiesen werden, dass er seine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann (§ 13 Abs. 2 TMG).

In der Praxis wird dies häufig durch Checkboxen im Bestellprozess oder separate Newsletterseiten im Shop umgesetzt.

Sind Warenkorberinnerungen Werbung?

Vielen ist bereits bekannt, dass man für einen wöchentlichen Newsletter eine Einwilligung braucht. Allerdings ist der Begriff der Werbung sehr weit zu verstehen:

„Der Begriff der Werbung umfasst nach dem allgemeinen Sprachgebrauch alle Maßnahmen eines Unternehmens, die auf die Förderung des Absatzes seiner Produkte oder Dienstleistungen gerichtet sind.“ (BGH, Urteil v. 12.09.2013 , I ZR 208/12)

Damit fallen nicht nur in regelmäßigen Abständen versendete Newsletter unter diesen Begriff, sondern bspw. auch Geburtstags-Mailings oder eben die Warenkorberinnerung an Bestellabbrecher.

Ausnahmeregelung greift nicht

Ein Versand von E-Mail-Werbung kann unter den Voraussetzungen des § 7 Abs. 3 UWG auch ausnahmsweise ohne Einwilligung erfolgen. Dies setzt jedoch u.a. voraus, dass die E-Mail-Adresse des Kunden im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung bereits zur Verfügung steht. Dies ist im dargestellten Fall jedoch nicht erfüllt, da bei Bestellabbrecher-Mails durch den Abbruch des Bestellprozesses gerade noch keine Ware verkauft wurde. Außerdem darf in diesem Fall nur für „eigene, ähnliche Waren“ geworben werden – da aber noch gar nicht bestellt wurde, steht auch nicht fest, was eine ähnliche Ware zu der gekauften wäre.

Tipp

Das Versenden einer Warenkorberinnerung ist somit unzulässig, wenn der Nutzer keine ausdrückliche Einwilligung hierzu erteilt hat. Dabei ist es nicht relevant, ob es sich bei dem Nutzer um einen Verbraucher oder einen Unternehmer handelt. Obige Ausführungen gelten auch im B2B-Bereich.

Die erforderliche Einwilligung könnte z.B. zu Beginn des Bestellprozesses durch eine nicht vorangekreuzte Checkbox eingeholt werden. Eine bloße Information in der Datenschutzerklärung ist hingegen nicht ausreichend.

Wenn solche Mails ohne Einwilligung versendet werden, kann dies von Mitbewerbern, Verbänden oder qualifizierten Einrichtungen abgemahnt werden. Außerdem stehen auch dem Empfänger selbst Unterlassungsansprüche zu.

(Quelle: Pressemitteilung der Trusted Shops GmbH vom 05.04.2017)

Test der Händlerstimmung: Wie lief der Start ins Jahr 2017?

In der Umfrage zum achten plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex richtet sich der Blick auf die Stimmung im Onlinehandel nach dem ersten Quartal 2017.

Der plentymarkets Geschäftsklimaindex geht in die achte Runde.

Der plentymarkets Geschäftsklimaindex geht in die achte Runde.

Mit dem 8. plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex führt plentymarkets in Kooperation mit Skrill und shopanbieter.de die Analyse zur Selbsteinschätzung kleiner und mittelgroßer Unternehmen weiter: Wie schätzen sie ihre Lage nach dem ersten Quartal 2017 ein und wie ist die Stimmung für die nächsten 6 Monate?

Machen Sie mit und helfen Sie bei dieser Analyse.

Wie ist die Stimmung im Frühling 2017?

Nach einem starken Ergebnis bei dem 6. plentymarkets Geschäftsklimaindex vom Herbst 2016 ging die Stimmung im 7. Index zum Start 2017 zurück. Nun stellt sich die Frage, wie hat sich die Lage der Händler und ihre Selbsteinschätzung seitdem entwickelt?

Als Dank verlosen plentymarkets und Skrill unter allen Teilnehmern der Befragung zum 8. plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex 1000,-€ als Guthaben für ein Skrill-Konto. (Sollten Sie bereits ein Konto besitzen, wird ihnen das Guthaben einfach übertragen. Falls Sie noch kein Konto besitzen, können Sie sich kostenlos ein Konto erstellen. Die erste Überweisung ist ebenfalls kostenlos. Mehr Informationen finden Sie hier.)

Die Ergebnisse der vorangegangenen Indizes können Sie hier nachlesen.

Der plentymarkets E-Commerce Geschäftsklimaindex wird alle drei Monate erhoben. Die Befragung ist einfach gehalten und thematisiert kurz und knapp die zukünftige Geschäftsentwicklung.

Die Aktion endet am 13.04.2017.

(Quelle: Pressemitteilung der plentymarkets GmbH vom 03.04.2017)

Shopware Community Day 2017 – Ticketverkauf gestartet

Unter dem Leitthema “Hello Human” wird die shopware AG am 09. Juni 2017 bereits zum siebten Mal den Shopware Community Day veranstalten. Das Event, das auf dem Gelände der Tobit.Software AG stattfindet, gehört mit mehr als 1.600 Teilnehmern, 50 Referenten und 40 Ausstellern zu den wichtigsten Veranstaltungen im deutschen eCommerce. Tickets können ab sofort erworben werden.

Die shopware AG lädt am 09. Juni 2017 zum Community Day ein.

Die shopware AG lädt am 09. Juni 2017 zum Community Day ein.

Mit dem Leitthema „Hello Human“ will die shopware AG gemeinsam mit ihrer Community den Grundstein für das „Age Of The Customer“, also das Zeitalter des Kunden legen und sich auf den Menschen im Mittelpunkt konzentrieren. „Im Age Of The Customer bilden modernste Technologien die Schnittstelle zwischen menschlichen Bedürfnissen und Unternehmen. Wir wollen einen Ausblick auf die Zukunft des eCommerce und die Frage geben, was die Shopware Community in den nächsten Jahren erwartet und welche Rolle der Mensch dabei spielt“, erklärt Shopware Vorstand Sebastian Hamann das Leitmotiv.

Hochkarätige Speaker

Dieses Thema wird in facettenreichen Vorträgen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Über 50 Referenten, darunter Shopware Mitarbeiter und externe Speaker, bieten den Zuschauern auf der Hauptbühne und in kleineren Sessionräumen exklusive Einblicke in die digitale Welt. Mit Christian Lindner, dem Bundesvorsitzenden der FDP, Christian Lindemann, „Pickpocket King“ beim Cirque du Soleil und vielen anderen hochkarätigen Speakern dürfen sich die Besucher auf geballtes Fachwissen aus unterschiedlichsten Bereichen und unterhaltsame Vorträge freuen.

Ein weiteres Highlight ist die mittlerweile traditionelle Aftershow-Party in der benachbarten Dschungelbar „BamBoo!“, während der in entspannter Atmosphäre Kontakte bei einem kühlen Getränk und leckerem Essen geknüpft und intensiviert werden können.

Der Keynote-Vortrag beim shopware Community Day 2016.

Der Keynote-Vortrag beim shopware Community Day 2016.

Tickets ab sofort erhältlich

Weitere Informationen und die Tickets für das wohl außergewöhnlichste Event im eCommerce finden Interessenten unter scd.shopware.com. Da die Veranstaltung in den letzten Jahren immer schnell ausverkauft war, empfiehlt die shopware AG mit dem Ticketkauf nicht zu lange zu warten.

(Quelle: PM der shopware AG vom 30.03.2017)

Rückblick – der 10. plentymarkets Online-Händler-Kongress

Am 17.03.2017 feierte die plentymarkets GmbH das 10. Jubiläum des beliebten Online-Händler-Kongresses im Kongress Palais in Kassel. Unter dem Motto “Ein kleiner Schritt für dich. Ein großer Schritt für dein Business.” entführte plentymarkets in spaciger Atmosphäre in eine neue Dimension des E-Commerce, wo Online-Händler viele bahnbrechende Neuerungen erwarten.

Traditioneller Startschuss mit der Keynote von CEO Jan Griesel

In jedem Jahr eröffnet Gründer und CEO Jan Griesel den Kongress mit seiner Keynote mit einem Rückblick auf die Entwicklungen des vergangenen Jahres und den Visionen für das kommende.

Der neue Plugin-Store plentyMarketplace läutet für plentymarkets Händler eine neue Ära ein: Das E-Commerce-ERP wird dank Plugins auf der Basis neuester Technologien individueller, flexibler und schneller – so zum Beispiel mit dem neuen Plugin Ceres – ein theme-fähiges, galaktisch schnelles Shop-Template, das in Sachen Design und SEO-Kompatibilität keine Wünsche offen lassen wird. Für eine nutzerfreundliche Usability des neuen Shops entwickelt plentymarkets zusammen mit der Agentur ONEDOT. “plentyFlow” – einen selbsterklärenden Konfigurator, der die Content-Pflege des neuen Shops zu einem Kinderspiel machen wird. Standardmäßig mit ElasticSearch ausgestattet, wird die Auslieferung und Darstellung von Artikeldaten im neuen Shop um ein vielfaches einfacher und schneller – mit ElasticSearch ist für einen kompletten Datensatz nur eine einzige Abfrage nötig, wodurch es wesentlich schneller als SQL, ganz einfach skalierbar und auch für sehr große Shops geeignet ist. Die Schnelligkeit des neuen Shops wird in Zukunft ebenfalls durch Cloudfront unterstützt werden. Mit diesem Netzwerkservice werden alle statischen Inhalte eines Shops extrem schnell ausliefert.

Das neue Dream-Trio in Sachen Datenaustausch besteht aus dem ElasticSync Plugin von plentymarkets, synesty und dem Wiener Startup excodata. Jan Griesel berichtet in seiner Keynote von dieser Kooperation, die Großes erwarten lässt: die Optimierung des Austauschs von Daten z.B. für den Bestands- oder Preisabgleich, Auftrags- und Kundendaten zwischen Warenwirtschaft, CRM und externen Anbindungen wie Adwords oder Preissuchmaschinen.

Natürlich hat der plentyMarketplace noch viel mehr zu bieten als einen neuen Shop und dazu passende Themes. Es ist bisher möglich Payment-Lösungen, Fulfillment-Dienstleister, Backend-Strukturen, Widgets und ganze Marktplätze per Plugin in plentymarkets zu integrieren. Weitere kleinere, aber nicht zu unterschätzende Plugins, wie plentyDrive – ein Service der ftp ersetzen und an eine Dropbox erinnern soll, oder plenty Base – das die Verwaltung von Arbeitsprozessen erleichtern wird, fanden ebenfalls Erwähnung. Und die Zukunft verheißt noch viel mehr. Weitere Informationen unter marketplace.plentymarkets.com.

Zwar kein Plugin, aber nicht weniger spektakulär ist das brandneue Kassensystem by plentymarkets inklusive Software, Hardware, Service und Updates: plentyPOS. plentymarkets ermöglicht dadurch den einfachen Umstieg vom PurePlayer zum wahren Omni-Channel-Händler und bietet damit seinen Händlern die Möglichkeit, sich zukunftssicher aufzustellen und die Kunden überall dort zu erreichen wo sie gerne shoppen. Interessierte fanden bei Live-Präsentationen in Vortrag und am Stand die Gelegenheit den neuen Point-of-Sale auf Herz und Nieren zu testen und selbst abzukassieren.

Mehr Raum für plentymarkets Features

Wer sich über die Keynote hinaus noch genauer über die einzelnen Neuerungen informieren wollte, bekam diesmal eine besondere Plattform dafür geboten. Im plenty Space liefen den ganzen Tag Vorträge von plentymarkets Mitarbeitern zu den wichtigsten Neuheiten und wurden hier nochmal im Detail erklärt. Besucher konnten in diesem Rahmen ihre Fragen im persönlichen Austausch von den Verantwortlichen beantworten lassen. plentymarkets bekam im Gegenzug direkt wertvolles Feedback von Kunden, welches nun in die Weiterentwicklung einfließen kann. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten!

Darüber hinaus war auf 4 weiteren Bühnen allerhand geboten. Einige Aussteller schickten Vertreter ihrer Sache vor interessiertes Publikum und gaben sich mit Branchengrößen wie Johannes Altmann von Shoplupe oder Oliver Prothmann vom BVOH im fliegenden Wechsel die Klinke in die Hand.

E-Commerce-Größen im Main Space

Auch nach der Keynote war die Hauptbühne Mittelpunkt hochkarätiger Vorträge von Spezialisten aus der Branche – neben Markus Fuchs von PayPal, Branding-Spezialist Jon Christoph Berndt über einhorn GmbH-CEO und Viralwunder Philip Siefer bis zu Amazon-Experte Adrian Hotz gaben sich auch Sprecher wie Marcus Diekmann von Beter Bed Holding, Henning Heesen von Salesupply oder Lars Hofacker von Salesupply die Ehre ihr Wissen über die zukünftigen Trends im Online-Handel, Internationalisierung und Vorbilder für Erfolg im E-Commerce mit den Besuchern des Online-Händler-Kongresses zu teilen. Nachdem die 10 Top Growth Hacks für den E-Commerce von Growthhacker Hendrik Lennarz präsentiert wurden gaben sich noch die 4 Online-Händler vom eCommerce Quartett ein Stelldichein und erzählten aus ihrem Händleralltag.

Die besten Shops des E-Commerce-Universums

Der plentyAward wird von der plentymarkets GmbH jährlich vergeben und kürt die 3 besten plentymarkets Shops, die sich in Sachen Design und Usability aus der Masse hervorheben und durch ein Voting zum Sieger gewählt werden.

Über den dritten Platz freuten sich in diesem Jahr Pascuali mit ihrem Naturwolle-Shop. Das junge Kölner Groß- und Einzelhandelsunternehmen wurde 2008 gegründet und zeichnet sich durch qualitativ anspruchsvolle und fair gehandelte Produkte aus.

Platz 2 belegt verdientermaßen der Schuh-Shop Noco Shoes. Hier wird die Leidenschaft für originelle, funktionale und raffinierte Schuhe mit Professionalität, Marktverständnis und weltweiten Kontakten zu renommierten Herstellern verbunden.

Und der strahlende Sieger des plentyAward heißt Original Räder – ob sportlich oder dynamisch, ob Original Felge oder Kompletträder für Sommer und Winter, ob 16 Zoll oder 21 Zoll – Original Räder bietet ausgezeichnete und höchste Wertstabilität. Designed von der Agentur ONEDOT. ist der Shop in Sachen Einzigartigkeit, Wertigkeit und Nutzerfreundlichkeit Sieger in diesem Wettbewerb.

Parallelveranstaltung plentyCodeCamp

Das plentyCodeCamp ging nach den plentyDays 2016 zum 10. Online-Händler-Kongress in die zweite Runde und bot Entwicklern und Plugin-Interessierten in 6 Sessions die beste Gelegenheit, das gesamte Know-how rund um plentymarkets Plugins direkt aus erster Hand abzuholen. Das Spektrum reicht von Shop-Plugins über Payment- und Backend-Plugins bis zur Anbindung ganzer Marktplätze mit dieser Technologie. Von den Grundlagen über die verwendete Technik bis zu Best Practice-Beispielen und Live-Coding Sessions ist für Jedermann – egal mit welchem Wissensstand – etwas dabei. In einer weiteren Session stellten Entwickler von plentymarkets und externe Coder ihr können unter Beweis und entwickelten innerhalb des Tages eine Erstversion für ein Blog-Plugin, das demnächst im plentyMarketplace zum Download zur Verfügung steht.

Networken, flippern, feiern und tanzen

Auf dem plentymarkets Online-Händler-Kongress kommt natürlich auch eines nie zu kurz: der Spaßfaktor! Zwischen inspirierenden Gesprächen und spannenden Vorträgen konnten sich die Besucher am VR-Spiel oder Retro-Flippern austoben, entspannt netzwerken oder lustige Bilder in der Fotobox schießen lassen. Den krönenden Abschluss des E-Commerce-geladenenen Kongresstages gab das Jubiläums-Feuerwerk im Hinterhof des Kongress Palais, welches das Abendprogramm und die anschließende Aftershowparty mit einem gebührenden Knall einläutete. Nach dem Abendessen und einem entspannten Ausklang feierten die plentyCrew, Partner und Besucher bei leckeren Cocktails und abgefahrenen Beats von The Voice of Germany Star Giulia Wahn mit DJane bis in die Morgenstunden in der Weinkirche in Kassel.

(Quelle: PM der plentymarkets GmbH vom 24.03.2017)

Zierfisch oder Wal – lokale Software-Entwicklung mit Docker

Pünktlich zum 4. Geburtstag von Docker möchte ich ein kleines Fazit ziehen, ob und wie sich Docker-Container für die lokale Entwicklung im Agentur-Alltag mit sehr heterogenen Entwicklungs-Systemen (Windows Home / Pro, von 7 bis 10, Mac OS, Linux) der einzelnen Mitarbeiter bewähren können, welche Vorteile, aber auch Schwachstellen und Probleme es ggf. bei der täglichen Arbeit gibt und ob es sich lohnt, auf den blauen Wal zu setzen.

Die Anfänge

Vor knapp zwei Jahren fing ich an, mich erstmals mit Docker auseinanderzusetzen. Damals wie heute ging es dabei zentral darum, mit möglichst wenig Aufwand eine einheitliche, einfach aufzusetzende lokale Entwicklungsumgebung für verschiedene Software-Projekte zu haben, die idealerweise systemunabhängig zur Verfügung stehen sollte.

Lösungen mit MAMP, XAMP, LAMP usw. waren kaum beherrschbar, die Versionen der einzelnen Komponenten (Webserver, Datenbank, PHP-Umgebung, etc.) auf den Systemen der Mitarbeiter wucherten vor sich hin, unterschiedlichste Projekte stellten auch unterschiedlichste Anforderungen (ZendGuard Loader, ioncube Loader, Opcode-Caches, diverse PHP-Versionen, NodeJS, etc. etc.). Oder es wurde gar gemeinsam gleichzeitig auf nur einem Test-System entwickelt, die Mitarbeiter überschrieben sich „fröhlich“ gegenseitig ihre Änderungen. Gab es irgendwo einen Fehler im Code mussten alle warten, bis der Schuldige das Problem behoben hatte und das System wieder lief… kurzum: totale Anarchie :)

Für jedes Projekt aber eigene VMs zu „basteln“ war ebenso zeitaufwändig wie hardware-hungrig… was also tun? Docker schien eine gute Lösung zu sein, mit Docker Toolbox war es auch für Windows und Mac OS verfügbar, es gab vorgefertigte Docker-Images für Apache, PHP, Mysql auf Docker Hub usw.

Allerdings war Docker Compose noch im Entstehen, grafische Tools zur Container-Administration waren Mangelware, einzelne Container wurden also auf der Kommandozeile über „docker run …“ gestartet. Für „richtige“ Entwickler natürlich ok, für Template- und Frontend-Kollegen eher „so naja“ … ;)
Der Einstieg war also eher holprig, erste Container waren der einfacheren Administration halber „all-in-one“, also entgegen der Docker-Prinzipien liefen Apache, mehrere PHP-Versionen über „phpbrew“, Mysql, NodeJs usw. in einem gemeinsamen Container und waren damit eigentlich schon fast ein „VM-Ersatz“.

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Hausverbot im Online-Shop – geht das?

Jeder Online-Händler kennt sie und hat wahrscheinlich selbst welche: Unliebsame Kunden, die bestellen, alles zurücksenden und sich dann auch noch beschweren. Am liebsten möchte man solchen Kunden das Bestellen im Shop gleich ganz verbieten. Unter welchen Bedingungen das möglich ist, erklärt Tanya Stariradeff, Rechtsexpertin bei Trusted Shops.

Trusted Shops News

Trusted Shops News

Der Inhaber eines Ladengeschäfts kann frei darüber entscheiden, wem er Eintritt in seine Geschäftsräume gewährt. So kann er unliebsamen Kunden künftige Bestellungen verbieten. Im Internet wurde ein „virtuelles“ Hausrecht dem Betreiber eines Internetforums zugesprochen, wenn er das Eigentum an der Hardware hat, auf der die Beiträge der Nutzer gespeichert werden, da er unter Umständen für in das Forum eingestellte Beiträge von Nutzern haftet und sich durch Sperrung der Nutzer schützen kann. Welche Möglichkeiten Online-Händler in solchen Fällen haben, war bisher unklar. Zwei aktuelle Entscheidungen machen erste Vorgaben.

Hausrecht vs. Vertragsfreiheit

Ein Online-Händler zog vor Gericht (LG Ulm, Beschluss vom 13.01.2015, 2 O 8/15), weil er einem Kunden wegen der Verletzung eines Verbots des kommerziellen Weiterverkaufs Hausverbot für seinen Online-Shop erteilt hatte. Der Kunde bestellte aber weiter und wollte keine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben. Zu Recht, urteilte das Gericht, denn Online-Händlern stünde kein Hausrecht zu. Durch die weiteren Bestellungen werde der Händler – anders als beispielsweise ein Forenbetreiber – keiner Haftung ausgesetzt sein. Vielmehr könne er sich auf die Vertragsfreiheit berufen.

Der Grundsatz der Vertragsfreiheit besagt unter anderem, dass jede Privatperson frei darüber entscheiden kann, ob und mit wem er einen Vertrag abschließen will oder nicht. Die Vertragsfreiheit gilt zwar nicht ausnahmslos, die Ausnahmetatbestände dürfen im Regelfall jedoch nicht einschlägig sein. Solange kein Vertrag zustande gekommen ist, steht es dem Händler frei, Bestellungen des Kunden nicht anzunehmen. Die Ablehnung muss auch nicht begründet werden.

Ist der Vertrag bereits mit der Bestellung durch den Kunden zustande gekommen, wie zum Beispiel bei Verwendung von sofortigen Zahlungsmitteln (beispielsweise eine Sofortüberweisung), ist der Händler zunächst zur Lieferung verpflichtet. Er ist ausnahmsweise dann nicht gezwungen, die Ware zu liefern, wenn er hierdurch Gefahr liefe, Rechte Dritter zu verletzen oder wenn der Besteller gegen die AGB des Händlers verstößt und der Händler ihn auf die Rechtsfolge der Nichtlieferung hingewiesen hat, so das Gericht.

Sperrung des Kundenkontos

Über die Frage, ob der Händler darüber hinaus das Kundenkonto des Bestellers löschen kann, hatte das OLG Köln (Urteil vom 26.2.2016, 6 U 90/15) zu entscheiden. Nach Auffassung des Gerichts ist die Löschung eines Kundenkontos dann unzulässig, wenn der Kunde nach der Sperrung auf Inhalte nicht mehr zugreifen kann, an welchen er ein Nutzungsrecht erworben hat. Die Entscheidung betraf allerdings die Online-Plattform Amazon, auf sie zugreifen kann. Im herkömmlichen Online-Shop dürfte die Konto-Sperrung hingegen möglich sein. Besteht die Möglichkeit einer Gast-Bestellung kann sich der Händler auch hier auf die Vertragsfreiheit berufen und die Bestellung ablehnen. Ist der Vertrag jedoch geschlossen – dann dürfte der Händler auch hier unter den obigen Voraussetzungen die Erfüllung des Vertrags verweigern.

Was sollte der Händler tun?

Damit unliebsame Kunden nicht beliefert werden müssen, sollte im Vorfeld der künftigen Bestellungen auf das Folgende geachtet werden:

• Wenn ein bestimmtes Kundenverhalten unerwünscht ist (wie kommerzieller Weiterverkauf), sollte dies ausdrücklich in den AGB festgelegt werden, damit sie sich später auf eine Vertragsverletzung berufen können. Dabei dürften die Rechte des Kunden nicht eingeschränkt werden. Eine Klausel, die häufige Widerrufe entsprechend sanktionieren will, ist unzulässig. Wenn der Kunde nicht mehr als Vertragspartner für den Shop in Betracht kommt, weil sein Verhalten rechtswidrig ist, ist hierfür keine ausdrückliche Regelung in den AGB erforderlich.

• Dem Kunden mitteilen, dass künftig keine Verträge mehr mit ihm eingegangen werden. Denn nur in diesem Fall kann die Erfüllung eines bereits geschlossenen Vertrags ablehnt werden. Der Kunde kann auch im Voraus in den AGB über die Rechtsfolgen eines vertragswidrigen Verhaltens informiert werden. Die Klausel sollte jedoch von einem spezialisierten Rechtsanwalt formuliert werden.

• Vor der Löschung eines Kundenkontos prüfen, ob dort Inhalte gespeichert werden, an denen der Kunde ein dauerhaftes Nutzungsrecht hat. Des Weiteren muss darauf geachtet werden, dass keine Inhalte gelöscht werden, für die gesetzliche Aufbewahrungspflichten gelten. Trusted Shops empfiehlt, den Kunden vor der Kundensperrung rechtzeitig zu informieren, damit er für seine Rechtdurchsetzung gegebenenfalls relevante Informationen (zum Beispiel Vertragstext, Bestelldaten) herunterladen kann. • Der Händler sollte technische Vorkehrungen, soweit möglich, um künftige Bestellungen des gesperrten Kunden zu vermeiden.

Experten-Tipp:

Wenn erst nach Vertragsschluss feststellt wird, dass ein Kunde unzulässigerweise bestellt hat, sollte ihm unverzüglich mitgeteilt werden, dass und warum er nicht mehr beliefert wird. Jedes Verhandeln über den Vertrag kann als widersprüchliches Verhalten des Händlers gedeutet werden und zu einer Lieferpflicht führen.

(Quelle: PM der Trusted Shops GmbH vom 22.03.2017)

Mehr Umsatz durch Up-Selling und Cross-Selling

Die Frage „Wollen Sie noch Pommes zu Ihrem Burger?” oder das Angebot eines teureren Smartphones mit mehr Speicherkapazität gehören zu den bekanntesten Maßnahmen des Up- und Cross-Sellings. Beide Verkaufstaktiken haben vor allem ein Ziel: Mehr Umsatz zu generieren. Warum sich Up- und Cross-Selling auch für Online-Händler lohnt, erklärt Daniel Heller, Online Marketing Experte bei Trusted Shops.

Einem Forrester Analyst nach sind ungefähr 10–30 Prozent des E-Commerce-Umsatzes zusätzlichen Produktvorschlägen anzurechnen. Doch um Up- und Cross-Selling richtig einsetzen, ist es wichtig den Unterschied zu kennen.

Was ist Up-Selling?

Up-Selling ist die Taktik, die dem Kunden das teurere (bessere, neuere, etc.) Produkt derselben Kategorie vorschlägt. Dazu zählen beispielsweise Upgrades wie mehr Leistung für den neuen Laptop. Bei vielen Fluglinien wird beim Kauf eines Flugtickets die Option auf mehr Beinfreiheit angeboten. Die amerikanische Fluglinie JetBlue hat mit ihrer “Even More Space”-Option in 2014 nahezu 190 Millionen Dollar zusätzlichen Umsatz gemacht. Viele Kunden würden mehr Geld für ein besseres oder zusätzliches Produkt ausgeben, wenn es ihnen einen Vorteil bringen würde.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Wer seinen Kunden keine Up-Sell-Optionen anbietet, kann nicht den maximalen Umsatz generieren. Wichtig ist jedoch, darauf zu achten, dass das Up-Sell-Produkt zu den Wünschen des Kunden passt. Wenn ein Kunde also einen günstigen 400 Euro Fernseher in den Einkaufswagen legt, macht es deutlich mehr Sinn einen Fernseher anzubieten, der ein wenig größer oder moderner ist und nur 50 Euro mehr kostet. Einen 4k-curved-TV für 1500 Euro anzubieten, wäre dagegen ein unpassendes Up-Sell-Angebot, da der Kunde an einem günstigeren Modell interessiert ist. Faustregel: Das Upsell-Produkt kann bis zu 30 Prozent teurer sein als jenes, welches der Kunde als erstes ausgewählt hat, ohne ihn zu verschrecken.

Was ist Cross-Selling?

Cross-Selling ist eine Verkaufstechnik bei der dem Kunden ein zusätzliches Produkt vorschlagen wird, das zu seinem bereits gewählten passt. Zum Beispiel:

  • Zusatz-Batterien, die dem Kunden beim Kauf einer neuen Digitalkamera während des Check-Out-Prozesses angeboten werden.
  • Das HDMI Kabel zum neuen Fernseher.
  • Die Blumenerde beim Kauf von Blumentöpfen.
  • Kaffeebohnen oder Entkalker, wenn der Kunde einen Kaffee-Vollautomaten in seinen Warenkorb legt.

Amazon gibt an, dass 35 Prozent des Umsatzes auf Cross-Selling zurückzuführen ist. Der Branchendurchschnitt liegt bei ca. 10 Prozent. Angaben wie „wird oft zusammen gekauft“ oder „Kunden, die sich für dieses Produkt interessieren, kauften auch…“ einem Online-Shop hinzuzufügen, hilft den Kunden also besser einzukaufen und hat gleichzeitig das Potenzial, den Umsatz zu erhöhen.

Warum lohnen sich vor allem Up- und Cross-Selling?

Im Gegensatz zur Cross-Selling-Taktik, wo es fast immer eine Möglichkeit gibt, mehr zu verkaufen, ist nicht jedes Produkt für einen Up-Sell geeignet. Darum gilt: tendenziell nur die beliebtesten und am meisten verkauften Produkte (viele Produktbewertungen) zum Up-Sell anzubieten. Produkte, die bereits bei anderen Kunden beliebt und relevant sind, haben ein größeres Up-Sell-Potential. Besonders gut funktioniert Cross- und Upselling bei bereits bestehenden Kunden. Einer Studie von Marketing Metrics nach, liegt die Wahrscheinlichkeit jemandem, der schon Kunde ist, noch etwas zusätzliches zu verkaufen, bei 60-70 Prozent. Im Gegensatz dazu steht die Wahrscheinlichkeit neue Kunden von den eigenen Waren zu überzeugen bei 5-20 Prozent. Ebenso helfen Up- und Cross-Selling dabei, die Konversionsrate zu erhöhen, mehr Produkte zu verkaufen, den Kunden ein größeres Warenangebot zu präsentieren und sie am Ende glücklicher zu machen.

Wann sollten Cross- und Up-Selling eingesetzt werden?

Es gibt im Grunde drei Möglichkeiten, wo Cross-Selling und Up-Selling angeboten werden kann:

1. Vor dem Kauf: Auf einer Produktseite können weitere Produkte aus der selben Kategorie unter dem Produkt oder in der Sidebar präsentiert werden.

2. Während des Kaufes: Cross-Selling während des Checkout-Prozesses (im Einkaufswagen und während/kurz vor dem Bezahl-Vorgang) anzubieten erhöht die Verkäufe um drei Prozent.

3. Nach dem Kauf: Auch nach dem Kauf lassen sich mit Follow-Up-Emails noch neue Cross-Sell-Verkäufe generieren.

Die fünf besten Tipps für Up- und Cross-Selling

1. Eine Auswahl zeigen, aber nicht übertreiben. Zu viele Auswahlmöglichkeiten zu bieten verwirrt potentielle Kunden nur. Besser: eine kleinere, aber relevantere Anzahl von Produkten zu zeigen.

2. Nur Produkte zeigen, die zusammenpassen und auch die Kaufintention vom Kunden unterstützen. Einem Kunden, der auf der Suche nach einer günstigen Kamera ist, die neuste Spiegelreflex-Kamera anzubieten, wäre verschwendetes Potential. Zusatz-Akkus oder eine kleine Kamera-Tasche sind hier die bessere Wahl.

3. Es dem Kunden schmackhaft machen, mehr Geld auszugeben, in dem passende Produkte direkt als Bundle mit einem kleinen Nachlass angeboten werden. Eine Kamera direkt mit Tasche, Zusatz-Akku und Speicherkarte anzubieten, macht Sinn für den Käufer, da er diese Produkte eventuell sowieso kaufen würde.

4. Obwohl der Produktpreis ein wichtiger Entscheidungsfaktor beim Kauf ist, bleibt der Gedanke „Kunden kaufen kein teureres Produkt“ ein Mythos. Weitere Entscheidungsfaktoren sind besondere Angebote, etwaige Gutscheine, die Versandkosten, Kunden- und Produktbewertungen. Was bedeutet, dass ein Kunde tendenziell bereit ist mehr zu zahlen, wenn das Upsell-Produkt bessere Bewertungen hat und seine Wünsche besser erfüllt.

5. Dem Kunden zeigen, warum Up- oder Cross-Sell für ihn sinnvoll ist. Das kann entweder durch einen emotionalen Grund geschehen: „Mit diesem Zusatz-Akku können Sie länger tolle Bilder machen“, oder mit einem logischen Grund: „Wenn Sie diese Speicherkarte dazu wählen, ist der Versand kostenlos“. Emotionale und logische Gründe für den Kauf zu nennen, erhöht die Bestellwahrscheinlichkeit.

(Quelle: PM der Trusted Shops GmbH vom 09.03.2017)

Neuer Teamleiter Shopware-Entwicklung bei shoptimax

Nürnberg, 09.03.2017 – Das Team von shoptimax begrüßte Ende Februar 2017 sein neuestes Teammitglied, Jan Drescher. Der 38-Jährige übernahm zu diesem Zeitpunkt die neugeschaffene Position „Teamleiter Shopware-Entwicklung“. Die Einführung der Stelle ist Teil eines größeren Prozessoptimierungsprozesses bei dem auf OXID eSales und Shopware-Shopsysteme spezialisierten Nürnberger E-Commerce Lösungsanbieter.

„In den vergangenen Wochen wurden bei shoptimax langfristig Optimierungen an den internen Strukturen vorgenommen. Dazu zählen neben Veränderungen in den Abteilungen Projektmanagement und Konzeption selbstverständlich auch sämtliche Aspekte des Bereichs Programmierung, weshalb wir die neue Position „Teamleiter Shopware-Entwicklung“ eingeführt haben. Damit gelingt es uns, unser Know-how in den beiden Shopsystemen Shopware und OXID jeweils besser zu bündeln und künftig spezialisierte Experten-Teams von unschätzbarem Wert für das Unternehmen und unsere Kunden aufzustellen“, so Friedrich Schreieck, Geschäftsführer der shoptimax GmbH.

Der neue Teamleiter des Bereichs Shopware-Entwicklung bei shoptimax: Jan Drescher.

Der neue Teamleiter des Bereichs Shopware-Entwicklung bei shoptimax: Jan Drescher.

Jan Drescher kann bereits auf eine 18-jährige Laufbahn als Web-Entwickler bzw. Software-Architekt zurückblicken und hat solide Erfahrung in der Steuerung agiler Projektmethoden gesammelt. Dies wird ihm bei der Erfüllung seiner Aufgaben bei shoptimax von großem Nutzen sein: „Ich leite das Shopware-Team bei shoptimax sowohl fachlich als auch disziplinarisch und ich freue mich, an der Gestaltung und Umsetzung neuer Strukturen beteiligt sein zu dürfen. Somit werden wir alle gemeinsam den Erfolg von shoptimax vorantreiben.“ Neben der Verantwortung für die Budget- und Ressourcenplanung des Shopware-Teams, ist Jan zudem für die Weiterentwicklung der Mitarbeiter seines Bereichs verantwortlich.

Das gesamte Team von shoptimax freut sich auf die Zusammenarbeit mit Jan Drescher und heißt ihn herzlich willkommen.

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